Idealer Stromer für die Stadt

Neuer Renault Twingo elektrisiert die Herzen

Renault kann Retro: Nach dem R4 und dem R5 verdreht auch die Hommage an den kultigen Ur-Twingo die Köpfe der Passanten.
© Reinhard Fellner

Immer mehr Hersteller präsentieren Elektrofahrzeuge, die rein für den städtischen Betrieb oder das Umland gedacht sind. Renault ließ dafür den beliebten Twingo wieder aufleben. Der ausnehmend hübsche und clever gemachte Kleinwagen bietet viel für wenig Geld und etwas über 200 Kilometer Praxisreichweite.

Renault hat schon viele geniale Modelle konstruiert. Eines davon ist der 1993 präsentierte Ur-Twingo, der mit grandioser Raumausnutzung und durchdachter Einfachheit vier Millionen Käufer fand.

Neue Denkansätze im Bereich der Elektromobilität hin zu reinen Stadt- und Umlandfahrzeugen mit günstigen Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus erschienen den Franzosen nun ideal für eine Neuauflage des kultigen Kleinwagens samt LED-Kulleraugen. Eine tolle Linie und stilsichere Details verdrehten während des TT-Tests gleich mehreren Passanten in Innsbruck die Köpfe. Nicht nur in „Absolut-Grün“ hat der neue Twingo stets einen schillernden Auftritt.

Das fröhliche Wesen des Twingo spiegelt sich im Innenraum wieder. Funktional ist er zudem tadellos.
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Dieser setzt sich detailreich im geräumigen Innenraum in sympathischer Weise fort. Renault beweist hier seit den letzten Modellgenerationen ein besonders gutes Händchen. So präsentiert sich der Twingo-Innenraum zwar in eher einfacheren Materialien, aber freud- und geschmackvoll. Sogar der Dachhimmel wurde witzig gestaltet. Wichtiger: Die Sitze verwöhnen mit gutem Komfort.

Ideenbündel schafft Raum

Dem Ur-Modell folgend, wurden viele Ideen trotz des schmalen Preises konstruktiv überzeugend umgesetzt. So lässt sich die Rückbank um 17 Zentimeter verschieben. Eine große Beinfreiheit für Hintensitzende oder 260 bis 360 Liter Kofferraum sind so möglich. Darunter wartet noch ein weiteres, tiefes Unterbodenfach für Kabel&Co. Dank umlegbarer Beifahrersitzlehne kann mit zwei Meter Laderaumlänge sogar das Surfbrett mit. Maximal bietet der kleine Twingo sogar 1010 Liter Laderaum.

Die hinteren Einzelsitze lassen sich clever verschieben.
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Auch sonst herrscht bei knapp 3,8 Metern Länge wahrlich kein Platzmangel. Die verbaute Multimedia-Einheit auf Google-Basis funktioniert dazu erstaunlich gut, Akkustand-Prognose bei Zielankunft und Ladesäulen-Anzeige inklusive.

Der Twingo präsentiert sich aus allen Perspektiven hübsch.
© Reinhard Fellner

Mit einer Leistung von umgerechnet 82 PS düst der Twingo vom Stand weg leichtfüßig davon und wirkt in der Stadt ungemein wendig und leichtfüßig. Auch Steigungen bereiten dem Franzosen aufgrund von 175 Newtonmetern Drehmoment keinerlei Mühe, dafür kann bergab gleich vierfach über Wippen rekuperiert werden. So wird Autofahren zur einfachsten Sache der Welt.

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Beim Verbrauch gelang Renault beim Twingo ein Kunststück. So lässt sich im gemischten Stadtverkehr ein Verbrauch von gerade 13 kWh erzielen. Damit kommt man mit dem 27,5 kWh-Akku stadt- und pendlertaugliche 210 Kilometer weit.

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Unser Testwagen versprach bei hundert Prozent Akkuladung im Eco-Modus sogar stolze 260 Kilometer. Sogar Renault verspricht gemäß Normreichweite nur zwei Kilometer mehr. Geladen wird dann mit eher überschaubaren 50 kW. Aufgrund der geringen Akkugröße hat man in einer halben Stunde aber trotzdem schon wieder bis zu einem Stand von 80 Prozent aufgeladen.

Somit: Ein fahraktiver Held der kurzen Strecke, der bereits ab 19.990 Euro erhältlich ist. Unser toll ausgestatteter „Techno“ verlangt nach 21.590 Euro.

Parkplatz immer und überall: So lautet eine der Domänen der modernen Stadtwageninterpretation Twingo.
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