„Der Größte aller Zeiten“: Österreichs Spieler mussten Messi-Show anerkennen
Dallas – Österreichs Fußball-Nationalspieler sind am Montag Zeugen eines historischen Auftritts geworden, den sie gerne verhindert hätten. Die Anerkennung für Lionel Messi und seinen WM-Torrekord von nun 18 Treffern ist dennoch groß. „Wir müssen alle froh sein, dass wir in einer Dekade leben und spielen dürfen, in der er auch Fußball spielt“, meinte Patrick Wimmer nach dem 0:2 gegen Argentinien in Dallas. „Weil ich glaube, dass man so etwas mitkriegt, ist etwas ganz, ganz Besonderes.“
Messi wird am Mittwoch 39 Jahre alt. Laut Wimmer sei er dennoch einer der besten oder der beste Spieler der Welt. „In der Verfassung, in der er gerade ist, ist er jetzt auch nicht so schlecht“, sagte der Offensivmann. „Er hat schon ein gewisses Alter, aber man merkt einfach, dass er auch in dem Alter noch Fußball spielen kann, dass er die Spiele entscheiden kann. Das zeigt er jetzt Spiel für Spiel wieder.“
„Der Größte aller Zeiten“
Nach zwei WM-Partien hält Argentinien bei zwei Siegen und 5:0 Toren - allesamt erzielt von Messi. Michael Gregoritsch sieht sich darin bestätigt, dass der 1,69-Meter-Mann „auf jeden Fall der Größte aller Zeiten“ ist. „Jedes Mal, wenn er an den Ball kommt, ist es sehr, sehr gefährlich, und trotzdem haben wir es sehr, sehr gut verteidigt“, meinte der ÖFB-Stürmer. Argentiniens Kapitän sei ein-bis zweimal frei zum Schuss gekommen. „Schade, das nutzt er.“ Messi müsse nichts mehr beweisen. „Aber er zeigt, dass er es noch kann.“
Was Messi so besonders mache? „Dass er wenig braucht, um viel daraus zu machen“, erklärte Österreichs Mittelfeldmann Nicolas Seiwald. „Und dass er eigentlich ein bisschen untertaucht und dann trotzdem in den entscheidenden Momenten da ist.“ Dazu hob Seiwald die vielen Pässe und die Abschlussqualitäten des achtmaligen Weltfußballers hervor. „Am Ball ist er außergewöhnlich, ich glaube das sieht man.“
Ähnlich äußerte sich Konrad Laimer. „Seine Ballführung, sein letzter Pass, seine Kaltschnäuzigkeit, obwohl er sogar einen Elfer verschießt am Anfang, ist unglaublich“, erklärte der Bayern-München-Profi auf ServusTV. „Es ist ja auch im Spiel manchmal irgendwie lustig zum Beobachten, dass er irgendwie da so rumsteht und dann, sobald er einen Ball kriegt, kann er einfach jederzeit einen Unterschied machen.“ Messi habe auch diesmal den Unterschied gemacht. „Es ist immer wieder schön, gegen die besten Spieler zu spielen.“
Anerkennende Worte von Messi
Nach dem Spiel nahm Messi auch den Pokal für den Spieler des Spiels entgegen - und würdigte vor Hunderten Journalisten und ihren ausgestreckten Mobiltelefonen in den Katakomben des Dallas Stadium auch die Österreicher. „Wir haben gewusst, dass es nicht leicht wird. Es war eine sehr, sehr arbeitsintensive Partie, ein schwieriges, hartes Spiel“, sagte der Ausnahmekicker. Er sei glücklich, dass sein Team mit sechs Punkten in der nächsten Runde stehe. „Es geht Schritt für Schritt. Wir müssen uns weiter so gut auf jedes Spiel vorbereiten, egal wer der Gegner ist.“ Zum Abschluss der Gruppenphase geht es für Argentinien am Sonntag gegen Jordanien.
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