Ungewöhnliches Maturaprojekt: Schüler organisieren großes Festival in Oberhofen
Das Sommerfestival Oberhofen, das am 27. Juni in Szene geht, hat einen ganz besonderen Hintergrund: Vier Schüler der HAK Telfs organisieren das Event im Rahmen ihrer geplanten Diplomarbeit – und haben sich für die ausgelassene Partynacht viel einfallen lassen.
Oberhofen, Telfs – Es ist ein Schulprojekt der außergewöhnlichen Art: Vier Schüler der vierten Klasse an der Handelsakademie Telfs planen ein großes Sommerfestival – als Basis für ihre bevorstehende Diplomarbeit an der HAK. Das Festival geht am Samstag, den 27. Juni, ab 20 Uhr im Mehrzwecksaal Oberhofen in Szene.
„Seit rund drei Monaten sind wir mit den Vorarbeiten beschäftigt“, erzählt Noah Jenewein aus Polling, Mitglied der Projektgruppe. Doch wie kam es überhaupt zu dieser nicht alltäglichen Themenwahl? „Die Diplomarbeit soll mit dem kaufmännischen Bereich zu tun haben“, erklärt Noah. Statt wie viele andere SchülerInnen klassen- oder schulinterne Projekte zu organisieren, „wollten wir etwas, das so noch keiner gemacht hat und das einen noch stärkeren wirtschaftlichen Zusammenhang hat“.
„In der Praxis machen alle alles“
Für die herausfordernde Aufgabe hat man sich in der Vierergruppe grundsätzlich die Arbeitsbereiche aufgeteilt: Noah selbst ist schwerpunktmäßig für die Finanzen zuständig, Anthony Walter aus Zirl fürs Marketing, Elias Kapeller aus Schlierenzau (Haiming) fürs Thema Sicherheit und Julian Oberdanner aus Inzing für die eigentliche Organisation des Events. „In der Praxis machen aber alle alles“, meint Noah lachend.
Noch warte man auf die offizielle Anerkennung als Diplomarbeit, ergänzt der junge Pollinger, der sich hier aber zuversichtlich zeigt. Man wolle bewusst schon im Jahr vor der Matura praktische – und über die Sommerferien dann auch theoretische – Vorarbeit leisten.
Longdrinks, Luftballons, Spritzpistolen
Das junge Team hat sich viel überlegt, um in Oberhofen sommerliche Partystimmung zu garantieren: Für die Musik sorgt „DJ 2.9“, mit einem Mix aus Chartshits, Clubsounds und Partyklassikern, „der dem Publikum angepasst wird“, wie Noah erklärt.
Große leuchtende Luftballons, Wasserpistolen und Blumenketten à la Hawaii sollen ebenfalls zu einer unterhaltsamen Partynacht beitragen. Bei den Getränken, bis hin zu den Longdrinks, lege man, aufbauend auf eigene Ausgeherfahrungen, Wert auf relativ günstige Preise, betont Noah Jenewein.
Als schwierigster Bereich haben sich ihm zufolge das Marketing und der Kartenverkauf herausgestellt, der anfangs nur langsam in Schwung kam. „Wir haben schon gefürchtet, dass keiner kommt“, sagt Noah. Aber dann sei der Vorverkauf immer besser angelaufen. „Allein am Montag haben wir zirka 30 Tickets verkauft. Und wir hoffen, dass noch einiges weitergeht.“
Übrigens eine Erfahrung, die viele VeranstalterInnen teilen: Mehrere Experten aus der Branche hätten dem Team bestätigt, „dass die Leute immer weniger weit vorausplanen und immer kurzfristiger entscheiden“, berichtet Noah.
Tickets noch verfügbar
Ausgerichtet ist das Sommerfestival (Einlass am Samstag ab 19.30 Uhr bzw. ab 16 Jahren, mit Ausweis) auf maximal 500 BesucherInnen. Realistischerweise rechne man, wenn alles aufgeht, mit etwa 350, sagt Noah. Er und seine Kollegen hoffen noch auf viele Kurzentschlossene. Vorverkaufs-Tickets sind weiterhin erhältlich, persönlich bei den Organisatoren oder unter folgendem Link.
Näheres zum Event erfährt man außerdem über die Instagram- und TikTok-Kanäle.
Kommentare