Kia zeigt Stolz auf Reichweiten-Gewinn beim Stromer-Test
Das neue Batteriefahrzeug von Kia, das Mini-SUV EV2, hat sich bestens bewährt bei einem Reichweitentest. Derzeit bewerben ihn Händler mit einem günstigen Basis-Aktionspreis von 19.990 Euro.
Normalerweise ist die Erwartungshaltung die folgende: Man nehme ein Elektroauto, subtrahiere bereits einen zweistelligen Prozentsatz von der im Datenblatt angegebenen Normreichweite und gehe davon aus, dass weitere überdurchschnittliche Einbußen folgen werden, bedingt durch ungünstige Topographie, Witterung oder unbedachtes Fahrverhalten. Geht es auch anders? Ja, der EV2 hat dies bei einem Reichweitentest bewiesen, den der norwegische Automobilclub NAF durchgeführt hat. Bei diesem überraschte das subkompakte SUV von Kia, etwas mehr als vier Meter lang, mit einer tatsächlich erzielten Reichweite von 325 Kilometern – die dafür verwendete Standardbatterie mit einem Energiegehalt von 42,2 Kilowattstunden steht für einen Radius von 308 Kilometern.
Dem norwegischen Test zufolge übertraf das Modell somit die WLTP-Werte um 5,4 Prozent – auch dank des durchschnittlichen Stromverbrauchs von 12,4 Kilowattstunden je 100 Kilometer. Nicht minder erfreulich für den koreanischen Hersteller ist das Testergebnis, das der Prototyp des EV2 mit einem größeren Akku (61 kWh Kapazität) erzielen konnte: nämlich 428 km Reichweite (plus 2,4 Prozent gegenüber dem vorläufigen Basiswert von 418 km, Durchschnittsverbrauch: 13,8 kWh/100 km). Allerdings gilt hier festzuhalten, dass Kia den EV2 mit dem größeren Akku bereits bewirbt, und zwar mit einer ausstattungsbedingten Reichweite von bis zu 453 Kilometern.
Der EV2, seit wenigen Wochen im Handel, ist 4,06 Meter lang, 1,8 Meter breit und 1,58 Meter hoch; dazu kommt ein Radstand im Ausmaß von 2,57 Metern. Der Laderaum fasst netto 321 Liter, brutto sind es 1201 Liter. Bestückt ist der EV2 mit einem 147 PS starken Elektromotor, der 250 Newtonmeter Drehmoment entwickelt und den EV2 in 8,5 bis 8,7 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt. Am Markt befindet sich derzeit die kleine Batterie, die größere soll in den nächsten Monaten nachgereicht werden.
Für den EV2 hat Kia fünf Ausstattungsebenen vorgesehen. Mit Light geht es los, dabei unter anderem beinhaltend: 16-Zoll-Stahlfelgen, Rückfahrkamera, LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik und Parksensoren vorne/hinten. Air setzt mit einer Dachreling, einer Sitzheizung vorne, einer Zweizonen-Klimaautomatik und 16-Zoll-Alurädern fort. Darüber rangiert Earth mit elektrischen Fensterhebern sowie einer induktiven Ladestation für Smartphones. Earth Plus kann mit einem 12,3-Zoll-Touchscreen samt Navigationssystem punkten, außerdem mit einem Harman-Kardon-Soundsystem, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und einem 360-Grad-Around-View-Monitor. Schließlich gibt es noch GT-line mit 19-Zöllern, einer Metallpedalerie, einem Digital Key und einem Dreispeichen-Lenkrad im GT-line-Look.
Im Moment bewirbt Kia den EV2 mit einem Aktionspreis von ab 19.990 Euro, gebunden an diverse Zusatzbedingungen.