„Lieber tot als homosexuell“: Mann erschießt Ehefrau und Sohn in Italien
Ein Mann hat in der italienischen Toskana seine Ehefrau und seinen erwachsenen Sohn erschossen. Der mutmaßliche Täter ließ sich widerstandslos festnehmen. Während das genaue Motiv noch unklar ist, deuten Berichte auf einen möglichen homophoben Hintergrund hin.
Camaiore – Ein 63 Jahre alter Mann hat in Italien seine Ehefrau und seinen Sohn erschossen. Die Tat ereignete sich nach Angaben der Behörden am Mittwoch in der 31.000-Einwohner-Gemeinde Camaiore in der Toskana. Möglicherweise gab es einen homophoben Hintergrund. Der Verdächtige wurde festgenommen und wegen zweifachen vorsätzlichen Mordes vernommen.
Nach offiziellen Angaben tötete der Mann die 52 Jahre alte Frau und den 24 Jahre alten Sohn mit einem Jagdgewehr im Garten des Familienhauses. Anschließend habe er das Gewehr wieder im Haus verstaut, auf die alarmierten Carabinieri gewartet und sich von ihnen widerstandslos festnehmen lassen.
Das genaue Motiv ist bislang nicht geklärt. Italienische Medien berichteten unter Berufung auf Nachbarn und Verwandte von länger andauernden familiären Spannungen. Mehrere Medien stellten zudem einen möglichen Zusammenhang mit der sexuellen Orientierung beziehungsweise Geschlechtsidentität des Sohnes her. Der Vater soll diese demnach nicht akzeptiert haben.
Verwiesen wird dabei auf einen älteren Beitrag des Sohnes in den sozialen Medien aus dem Jahr 2022. Darin soll er sich über die schwierige Beziehung zum Vater geäußert und geschrieben haben, dieser sehe ihn lieber tot als homosexuell. Die Behörden haben diese Angaben bislang nicht bestätigt. (dpa)