Garten gießen und Pool befüllen verboten: Zirl erlässt strenge Wasser-Verordnung
Die anhaltende Hitze und ein hoher Verbrauch bringen die Wasserversorgung in Zirl an ihre Belastungsgrenze. Um die Trinkwasser- und Löschwasserversorgung im Ernstfall nicht zu gefährden, hat die Marktgemeinde mit Donnerstag eine einschneidende Verordnung erlassen.
Zirl – Die Situation ist ernst: Aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit und des derzeit außergewöhnlich hohen Wasserverbrauchs – insbesondere durch das Nachfüllen von Pools sowie die Gartenbewässerung – ist die Wasserversorgung in der Marktgemeinde Zirl derzeit stark belastet.
Wie die Gemeinde mitteilt, könne bei einem unverändert hohen Verbrauch die sichere Versorgung mit Trinkwasser sowie eine ausreichende Löschwasserreserve für die Feuerwehr im Brandfall nicht mehr gewährleistet werden. Um einem drohenden Engpass vorzubeugen, zieht die Gemeinde nun die Notbremse und erlässt eine offizielle Verordnung wegen Wasserknappheit.
Diese Verbote gelten im gesamten Gemeindegebiet
Die Verordnung tritt mit dem 25. Juni 2026 in Kraft und gilt ab sofort bis auf Widerruf. Folgende Aktivitäten sind im gesamten Gemeindegebiet untersagt:
- Das Nachfüllen von Schwimmbädern und Pools
- Das Befüllen oder Nachfüllen von Teichen
- Die Bewässerung von Gärten
- Das Waschen von Autos
- Jeder weitere, nicht unbedingt notwendige Wasserverbrauch
Die strengen Sparmaßnahmen gelten nicht nur für private Haushalte, sondern auch für die Marktgemeinde selbst. Sämtliche gemeindeeigenen Einrichtungen müssen sich ebenso an die Vorgaben halten. Davon sind insbesondere das örtliche Schwimmbad, der Sportplatz sowie alle weiteren Anlagen der Gemeinde betroffen.
Trinkwasser vorsorglich abkochen
Später folgte auch noch der Aufruf, dass das Trinkwasser vorsorglich abgekocht werden soll. „Aufgrund der aktuellen Wasserknappheit ist einer unserer Hochbehälter leer gelaufen. Die Feuerwehr ist bereits im Einsatz, um die Versorgung schnellstmöglich wiederherzustellen. Als Vorsichtsmaßnahme gilt deshalb ab sofort ein Abkochgebot“, schrieb die Marktgemeinde auf ihrer Homepage.
Die Gemeindeführung appelliert eindringlich an die Bevölkerung, die Verordnung konsequent einzuhalten und Wasser nur dort zu nutzen, wo es absolut unumgänglich ist. Nur durch die Mithilfe aller Bürgerinnen und Bürger könne die lebensnotwendige Wasserversorgung für alle Zirler gesichert werden. (TT.com)
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