In Italien verschollen

Ladung spurlos verschwunden: Unterländer Firma wurde Opfer von Betrügern

Die Ware hätte von Italien nach Deutschland geliefert werden sollen. Nun ist sie verschwunden. (Symbolbild)
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Eine Spedition aus dem Bezirk Kufstein wurde Opfer einer professionellen Betrugsmasche. Eine vermeintliche Transportfirma übernahm eine Fracht von Italien nach Deutschland – und verschwand mit der gesamten Ware.

Kufstein – Kriminelle Machenschaften im internationalen Straßengüterverkehr beschäftigen derzeit die Polizei im Bezirk Kufstein. Wie jetzt bekannt wurde, ist ein dort ansässiges Speditionsunternehmen Opfer eines sogenannten Frachtbetrugs geworden. Der finanzielle Schaden bewegt sich bei mehr als 10.000 Euro.

Nach Angaben der Polizei hatten bislang unbekannte Täter über eine gefälschte oder betrügerische E-Mail-Adresse Kontakt zu der Kufsteiner Spedition aufgenommen. Den Tätern gelang es dabei, sich als seriöser Transporteur auszugeben und den Auftrag für eine Warenlieferung zu ergattern. Die Route sollte von Italien nach Deutschland führen.

Die Übergabe der Fracht schien zunächst reibungslos zu verlaufen: Am 11. Juni wurde die Warenladung vereinbarungsgemäß in Italien übernommen. Doch anstatt das Ziel in Deutschland anzusteuern, brachten die unbekannten Täter die Ladung an einen bislang nicht ermittelten Ort.

Schaden im fünfstelligen Bereich

Als die Ware nicht am Bestimmungsort ankam, versuchte das geschädigte Speditionsunternehmen vergeblich, die Transportfirma zu kontaktieren. Die für die Abwicklung genutzte E-Mail-Adresse war bereits gelöscht und nicht mehr erreichbar.

Dem Kufsteiner Unternehmen entstand durch den Verlust der Ladung ein Schaden im niederen fünfstelligen Eurobereich. Am Freitag erstattete die Spedition schließlich Anzeige bei der Polizeiinspektion Kufstein.

Wie die Ermittler mitteilen, gibt es derzeit noch keine gesicherten Hinweise auf die Identität der Hintermänner. Die Ermittlungen der Polizei laufen. (TT.com)