10.000 Menschen vermisst

Dreijähriger Bub sechs Tage nach Erdbeben in Venezuela aus Trümmern geborgen

Knapp eine Woche nach den Beben schwindet die Hoffnung auf die Bergung von Überlebenden. Rund 855 Gebäude wurden vollständig zerstört oder schwer beschädigt.
© APA/AFP/MIGUEL MEDINA

Am 24. Juni hatten zwei starke Erdbeben Venezuela erschüttert, bis Dienstag wurden mehr als 1900 Todesopfer geborgen. Verletzt wurden mehr als 10.500 Menschen.

Sechs Tage nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela ist ein dreijähriges Kind nach Angaben jordanischer Rettungskräfte lebend aus den Trümmern geborgen worden. Der Bub habe vor Ort Erste Hilfe erhalten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte der jordanische Zivilschutz am Dienstag mit. Am 24. Juni hatten zwei starke Erdbeben Venezuela erschüttert, bis Dienstag wurden mehr als 1900 Todesopfer geborgen. Verletzt wurden mehr als 10.500 Menschen.

Das teilte der Präsident der Nationalversammlung Jorge Rodríguez mit. In der schwer betroffenen Region La Guaira fehlt von rund 10.000 Menschen noch jede Spur. In nur zwei Städten von La Guaira – Catia La Mar und Caraballeda – hätten sich nach Schätzungen zum Zeitpunkt der Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwochabend rund 30.000 Menschen befunden.

Davon hätten sich nach Angaben der Behörden rund 13.500 selbst in Sicherheit bringen können und rund 6400 weitere seien in den Tagen danach von Rettungskräften gerettet worden, sagte Rodríguez. Zu den fehlenden 10.000 Menschen machte er keine Angaben. (APA, AFP, dpa)

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