Pitztalstraße von Mure verlegt: Umfahrungsstraße nun dauerhaft offen
Nachdem am Mittwoch als Notlösung für die verlegte Pitztalstraße am Vormittag, zu Mittag und am Nachmittag der Verkehr jeweils eine Viertelstunde über eine Umfahrungsstraße geöffnet werden konnte, gilt ab 18 Uhr wieder freie Fahrt – fast, denn der Verkehr wird noch über eine einzelne Fahrspur geführt. Währenddessen laufen die Aufräumarbeiten nach den Murenabgängen intensiv weiter.
St. Leonhard im Pitztal – Auf einer Länge von rund 500 Metern wurde die Pitztalstraße (L16) am Montagabend von der Mure im Bereich Bichl getroffen. Rund 250 Meter der Straße wurden dabei völlig unterspült beziehungsweise weggerissen.
Insgesamt wurden vier Brücken teilweise schwer beschädigt. Auch die Pitze trat an mehreren Stellen über die Ufer. Seit Dienstagfrüh arbeiten die Hilfskräfte rund um die Uhr daran, die Straße ins Pitztal wieder freizulegen und die Pitze in ihr ursprüngliches Flussbett zurückzuführen.
Die intensiven Aufräumarbeiten haben einen ersten Erfolg gebracht. Mittwochvormittag konnten die Bewohner der großteils abgeschnittenen Gemeinde St. Leonhard für begrenzte Zeitfenster von 15 Minuten wieder taleinwärts und talauswärts fahren, teilte das Land Tirol in einer Aussendung mit. Seit 18 Uhr ist die Umfahrungsstraße dauerhaft für den Verkehr offen, allerdings nur über eine Fahrspur. Geregelt wird dies durch eine Ampelschaltung. Die Aufräumarbeiten werden indes weitergeführt, hieß es vom Land. Die Dauer bis zur Wiederherstellung des gesamten Straßenabschnitts kann noch nicht abgeschätzt werden.
50 Einsatzkräfte stellten Umfahrungsmöglichkeit her
Insgesamt rund 50 Einsatzkräfte der vier Feuerwehren des Pitztals, MitarbeiterInnen der Straßenmeisterei Zams und des Wasserbaus des Baubezirksamts Imst sowie weitere HelferInnen von externen Firmen standen die gesamte Nacht im Einsatz. Zusätzliche Expertise lieferten MitarbeiterInnen der Wildbach- und Lawinenverbauung.
„Mit der Hilfe von neun Baggern und fünf Lkw konnte bereits ein Weg als Umfahrung der gesperrten Landesstraße ertüchtigt werden. Dieser kann aktuell zwischen den Aufräumarbeiten immer wieder für den Verkehr zur Verfügung gestellt werden“, hieß es.
Die zwischenzeitliche Unterbrechung der Stromversorgung im hinteren Pitztal ab dem Ortsteil Scheibrand konnte mittlerweile mit Hilfe der TINETZ wieder vollständig hergestellt werden.
Sicherheitslandesrätin Astrid Mair verschaffte sich heute vor Ort einen Überblick über das Schadensausmaß und dankte den im Einsatz stehenden Kräften: „Die Einsatzkräfte sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenmeisterei leisten seit Beginn des Ereignisses Tag und Nacht Herausragendes. Die Expertise der Wildbach- und Lawinenverbauung unterstützt zusätzlich. Ihnen gilt mein ausdrücklicher Dank. Dieses Ereignis zeigt einmal mehr, wie rasch und verlässlich die Zusammenarbeit der Einsatz- und Fachkräfte in Tirol funktioniert.“ (TT.com)
Auswirkungen der Mure
„Aufräumen, bis der nächste Regen kommt“: Im Pitztal wird rund um die Uhr gearbeitet
Lokalaugenschein der TT