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Gebet als Freundschaft

Das „Innere Gebet“ hat im Karmel eine besondere Bedeutung. Zwei Stunden täglich verbringen die Schwestern im stillen Gebet – „Verweilen bei einem Freund“, hat es ihre Gründerin Teresa von Ávila genannt.
© Karmelitinnen Innsbruck

Meditation und Achtsamkeit stehen hoch im Kurs. Wenig bekannt ist, dass Meditation auch im Christentum tief verankert ist – etwa im „Inneren Gebet“ der Karmelitinnen. Die Ordensgründerin Teresa von Ávila nannte es „Verweilen bei einem Freund“.

Nähert man sich der Kirche der Karmelitinnen in Mühlau hoch über Innsbruck, fällt als erstes ein Schriftzug ins Auge: „Ich bin da“, steht in großen Buchstaben auf einer Fensterfront. Präsenz, Da-Sein in Stille und Meditation ziehen heute viele Menschen an, die Karmelitinnen leben sie seit Hunderten von Jahren. Tag für Tag sind zwei Stunden für das „Innere Gebet“ reserviert, das ihre Gründerin Teresa von Ávila so beschreibt: „Meiner Meinung nach ist inneres Gebet nichts anderes als Verweilen bei einem Freund, mit dem wir oft allein zusammenkommen, einfach um bei ihm zu sein, weil wir sicher wissen, dass er uns liebt“.

Ein langer Weg

Sr. Marianna Lauber, Priorin der Innsbrucker Karmelitinnen, lebt seit über 40 Jahren im Karmel. Tag für Tag verbringt sie, ...

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