Konflikt bei den Messners

Sohn des berühmten Bergsteigers: Simon Messner will mehr für seine Kinder da sein

Bild aus besseren Tagen: Reinhold Messner 2019 mit Sohn Simon Messner bei einer ZDF-Talkshow.
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Die Familie von Reinhold Messner ist zerstritten. Zuletzt ging es um den Konflikt zwischen Vater und Kindern wegen der Erbübergabe. In einem aktuellen Interview nimmt Sohn Simon zu seinen Vaterpflichten Stellung: „Ich möchte es einfach anders machen,“ sagte er im Zuge der Promotion für seinen neuen Kinofilm.

Der Bergsteiger Simon Messner, Sohn des Extrembergsteigers Reinhold Messner, will mehr Vater als Abenteurer sein. „Also ich möchte nicht falsch verstanden werden, aber ich möchte es einfach anders machen“, sagte Messner. „Ich sehe es als meine Verantwortung, als Elternteil da zu sein und mich zu kümmern“, sagte der Vater einer Tochter der „Augsburger Allgemeinen“.

Zu Gast im TT-Studio: Simon Messner 2021 bei einem Interview.
© Foto TT/Rudy De Moor

Mit Aussagen zu seinem Vater ist Simon Messner (36) generell sparsam. Zuletzt wurde viel über die Konflikte der Familie berichtet. Es soll massiven Streit zwischen Vater und Kindern (Layla, Magdalena, Simon und Anna Juditha) wegen der Erbübergabe geben. Reinhold Messner (81) hat sich in einem Interview dazu geäußert, dass seine Kinder nach Erhalt ihres Erbteils den Kontakt zu ihm abgebrochen hätten.

Simon Messner warnt vor den ansteigenden Risiken am Berg

Im aktuellen Interview will Sohn Simon auch mehr über das alpine Bergsteigen sprechen. „Bergsteigen wird immer gefährlicher wegen der Klimaveränderung“, betonte Messner. „Also ich merke sehr eindeutig, dass in den letzten Jahren der Steinschlag massiv zugenommen hat“, fügte er hinzu. „Eine Gefahr, die man kaum einschätzen kann“, betonte er. „Ich habe mittlerweile an die zehn Partner, Freunde, Bekannte verloren am Berg“, erklärte der Südtiroler. „Wirklich selbst Vater zu werden, war der große Umbruch.“ Er sei seither kaum noch bergsteigen gegangen.

Mit dem Filmtitel ist er „nicht ganz glücklich“

Simon Messners neuer Kinofilm „Aus dem Schatten“ wird beim Münchner Filmfest Premiere haben. Mit dem Titel ist der 36-Jährige nicht ganz glücklich. Er habe nicht die volle Entscheidung über den Titel gehabt. Doch er verspricht: „Der Film beleuchtet da Bergsteigen, wie man es vielleicht noch nie beleuchtet hat.“ Zu seinem Vater habe er auf dessen Wunsch hin derzeit keinen Kontakt. Die Familie habe derzeit Schwierigkeiten, den Senior zu erreichen. (APA)