Dringender Zeugenaufruf

Nach tödlicher Messerattacke in Innsbruck-Wilten: Polizei bittet erneut um Hinweise

Für die Bergung des Opfers kam am 25. Juni sogar eine Drehleiter der Feuerwehr zum Einsatz. Der junge Mann verstarb wenige Tages später an den lebensbedrohlichen Verletzungen.
© Resch

Nach dem tödlichen Messerangriff am 25. Juni in Innsbruck-Wilten bittet das Landeskriminalamt Tirol die Bevölkerung dringend um Mithilfe. Noch immer fehlen Zeugen und Hinweise zur Tat.

Vor rund einer Woche kam es in einer Wohngemeinschaft im Innsbrucker Stadtteil Wilten zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit tödlichem Ende. Schauplatz des Verbrechens war eine Wohngemeinschaft im Bereich der Kreuzung Speckbacherstraße und Franz-Fischer-Straße. Ein 25-jähriger Mann wurde in der WG von einem Unbekannten niedergestochen und erlitt dabei mehrere schwere Stichverletzungen.

Das Opfer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Innsbrucker Klinik eingeliefert, erlag diesen jedoch wenige Tage später. Seither ermittelt das Landeskriminalamt wegen Mordes und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Vom Täter fehlt noch immer jede Spur

Vom Täter fehlt bislang aber jede Spur. Das Landeskriminalamt (LKA) Tirol nahm noch am Tag des Gewaltverbrechens die Ermittlungen auf, wertete Aufnahmen von Videokameras aus der Umgebung aus und bat auch mögliche Zeuginnen und Zeugen darum, sich mit Hinweisen zu melden.

Bislang hätten sich aber noch „keine Zeuginnen oder Zeugen gemeldet, die Hinweise zum Tatgeschehen oder zu verdächtigen Wahrnehmungen im unmittelbaren Tatortbereich geben konnten“, hieß es am Freitag in einer Aussendung der Polizei. Man richte daher „erneut einen dringenden Zeugenaufruf an die Bevölkerung.“

Der einzige bislang bekannte Zeuge, es handelt sich um einen Mitbewohner der ebenfalls in der WG des Opfers lebt, habe die Tat nur gehört, aber nicht gesehen. „Er war in seinem Zimmer und hörte Geräusche“, schilderte Philipp Rapold, stv. Leiter des Landeskriminalamts damals der TT. „Als er nachschaute, fand er den lebensgefährlich verletzten Mitbewohner, der Täter war aber schon weg.“ Dieser Zeuge war es auch, der die Rettung alarmierte.

Zeugenaufruf der Polizei

Die Ermittler suchen insbesondere Personen, die:

  • sich am 25. Juni 2026 zwischen ca. 16:00 Uhr und 16:15 Uhr im Bereich Speckbacherstraße / Franz-Fischer-Straße aufgehalten haben.
  • verdächtige Personen oder auffällige Fahrzeuge in diesem Bereich bemerkt haben.
  • Schreie, eine körperliche oder verbale Auseinandersetzung wahrgenommen haben.
  • sonstige ungewöhnliche Beobachtungen gemacht haben – auch vermeintlich unbedeutende Details können für das LKA von entscheidender Bedeutung sein.

Sachdienliche Hinweise werden vom Landeskriminalamt Tirol unter der Telefonnummer+43 (0) 59133 / 70-3333 jederzeit vertraulich entgegengenommen.

(TT.com)

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