#SafeSpaceSchule

Die Schule als Ort gegenseitiger Unterstützung – SchülerInnen nutzen ihr Bauchgefühl

Landespolizeidirektor Helmut Tomac (l.) gratulierte der HAK/HAS Imst für ihren Beitrag, der den Sonderpreis der Jury, dotiert mit 500 Euro, erhielt.
© Parth

Ein Safe Space ist ein Ort, an dem man sich sicher fühlt. Es braucht „uns alle“ damit die Schule ein solcher Ort ist, sagen die betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte selbst.

Haiming – Ein Schüler stürzt, seine Schulbücher liegen verstreut am Boden. Er hat schmerzen. - Mit diesem Bild „spielten“ gleich mehrere Schulklassen, die an der Abschlussveranstaltung des landesweiten Kreativwettbewerbs #SafeSpaceSchule in der Area47 teilgenommen haben. Die Botschaft der gezeigten Filmsequenzen ist dabei klar: „Wir alle müssen uns einbringen und können dabei die Situation in die richtige Richtung lenken.“ Als eine der JurorInnen appelliert Katja Tersch vom Landeskriminalamt Tirol an die anwesenden SchülerInnen, auf ihr „Fingerspitzen- und Bauchgefühl“ in derartigen Situationen zu hören. Vielleicht sieht es komisch aus, wenn jemand stolpert. Aber die Hilfsbereitschaft danach darf nicht fehlen.

Staunen über Kreativität

Am Dienstag fand das heurige Finale des Präventionsprojekts der Landespolizeidirektion Tirol, des Landeskriminalamtes Tirol und des Kompetenzzentrums Sicheres Österreich (KSÖ-Tirol) statt. Schülerinnen und Schüler der 5. bis 13. Schulstufe sollten ihre Ideen zu Themen wie Gewaltprävention, Zivilcourage sowie sicheres und respektvolles Miteinander einbringen.

Selbst die beteiligte Bildungsdirektion für Tirol sowie sämtliche Jurymitglieder zeigten sich beeindruckt, wie tiefgründig sich die Jugendliche mit den Problemen auseinandersetzten und wie kreativ sie ihre Umgebungen in der Schule und im digitalen Raum „bespielten“. Insgesamt wurden 20 Kurzfilme und Medienbeiträge von Schulen und Jugendgruppen aus Tirol eingereicht. Sie griffen Themen wie (Cyber-)Mobbing, Ausgrenzung, Gewalt, Zusammenhalt und psychische Gesundheit auf.

Schwierige Entscheidung

Eine Jury bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Staatsanwaltschaft Innsbruck, des Landeskriminalamtes Tirol, der Bildungsdirektion Tirol sowie des KSÖ-Tirol bewertete die Beiträge nach ihrem präventiven Ansatz, ihrer Kreativität, ihrem Realitätsbezug und ihrer Wirkung auf die jugendliche Zielgruppe. Als die drei bestplatzierten Beiträge gingen am Ende diejenigen der Ferrarischule Innsbruck, der Praxismittelschule Edith Stein in Zams und des Bundesrealgymnasium Telfs hervor. Die teilnehmenden Schulen wurden mit jeweils 1000 Euro ausgezeichnet.

Die HAK/HAS Imst schrammte mit ihrem Schulkonzept, das Bewegung, Kreativität und gemeinschaftliche Aktivitäten gezielt in den Unterrichtsalltag integriert lediglich um 0,2 Punkte am Siegerpodium vorbei. Das motivierte die Jury zur Vergabe eines Sonderpreises in Höhe von 500 Euro. An der Abschlussveranstaltung nahmen rund 140 Schülerinnen und Schüler teil. Die Beiträge stehen auf der Lernplattform LEON als Unterrichtsmaterial und für Präventionsarbeit zur Verfügung.

An der Abschlussveranstaltung in der Area47 nahmen rund 140 Schülerinnen und Schüler teil.
© Chris Viehweider