DNA-Analyse bestätigt Verdacht

Zehn tote Schafe in Obertilliach: Wolf zum Abschuss freigegeben

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Die Tiroler Landesregierung hat am Donnerstag erneut eine Abschussverordnung für einen „Schadwolf“ im Bezirk Lienz erlassen. In einem Almgebiet in Obertilliach kam es vergangenen Monat zu einem Rissereignis. Dort wurden am 20. Juni drei tote Schafe durch den Amtstierarzt begutachtet. Rund 15 weitere Schafe wurden vermisst. Aufgrund des Rissbildes bestand der Verdacht auf die Beteiligung eines Wolfes als Verursacher, teilte das Land mit.

Vier Tage später erfolgte eine weitere Rissbegutachtung. Demnach wurden insgesamt zehn tote Schafe gefunden, zudem werden mehr als 40 weitere Schafe vermisst. Im Zuge der Begutachtungen wurden vom zuständigen Amtstierarzt Proben zur DNA-Analyse entnommen. Die Ergebnisse der genetischen Untersuchungen der ersten Begutachtung haben inzwischen einen Wolf als Verursacher bestätigt.

Die Abschussverordnung trat am Donnerstag in Kraft und gilt bis inklusive 2. September. Die betroffene Jägerschaft wurde bereits informiert. Das Land Tirol appelliert wie immer an die Bevölkerung Sichtungen von Großraubtieren möglichst rasch über das Sichtungsformular auf der Website des Landes Tirol oder direkt an die zuständige Bezirkshauptmannschaft zu melden. Besonders wichtig für die fachliche Beurteilung ist Bildmaterial. (TT.com)