Klein-Lkw wollte umdrehen

Plötzliches Wendemanöver im Stau: Zwei verletzte Motorradfahrer auf der Fernpassstraße

Pflach – Ein riskantes Fahrmanöver im dichten Reiseverkehr hat am Donnerstagnachmittag auf der Fernpassstraße (B179) bei Pflach einen Unfall gefordert.

Gegen 15.30 Uhr war eine 40-jährige Neuseeländerin mit ihrem Klein-Lkw auf der B179 im Gemeindegebiet von Pflach in Richtung Deutschland unterwegs. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens herrschte laut Polizei eine dichte Fahrzeugkolonne.

Zur selben Zeit fuhr eine vierköpfige, deutsche Motorradgruppe (Männer im Alter zwischen 51 und 55 Jahren) an der Kolonne vorbei. Die Biker waren laut eigenen Angaben mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 bis 40 km/h unterwegs.

Riskantes Wendemanöver

Auf Höhe des Straßenkilometers 42 kam es schließlich zum Unfall: Als sich der erste Motorradfahrer der Gruppe, ein 51-Jähriger, direkt neben dem Transporter befand, setzte die 40-jährige Lenkerin plötzlich zu einem Wendemanöver an, um umzukehren. Der 51-jährige Biker wurde von dem Manöver völlig überrascht. Er blieb zwar mit seinem rechten Bein am Transporter hängen, konnte einen Sturz jedoch verhindern.

Weniger Glück hatte sein direkt dahinter an zweiter Stelle fahrender 55-jähriger Kamerad: Er kollidierte seitlich mit dem Transporter, stürzte schwer und blieb auf der Gegenfahrbahn liegen. Dabei wurde der Mann unter seiner Maschine eingeklemmt. Seine Begleiter handelten sofort und befreiten den Verunglückten.

Beide Motorradlenker zogen sich bei dem Unfall Verletzungen unbestimmten Grades zu. Sie wurden nach der Erstversorgung in das Bezirkskrankenhaus Reutte gebracht.

Der beteiligte Transporter war nach dem Zusammenstoß nicht mehr fahrbereit. Das Fahrzeug sowie die beiden Unfall-Motorräder mussten geborgen werden. Die Fernpassstraße war im Bereich der Unfallstelle während der Aufräumarbeiten nur einspurig befahrbar. Gegen 17.30 Uhr konnte die Straße wieder für den gesamten Verkehr freigegeben werden. Im Einsatz standen drei Polizeistreifen, zwei Rettungswagen, ein Notarzt-Einsatzfahrzeug sowie das Abschleppunternehmen. (TT.com)