„Eine Knochenarbeit“

170 Feuerwehrleute rückten aus: Waldbrand in Osttirol gelöscht, Einsatz dauert an

Der Brand brach am Freitag in einem abgeholzten Waldstück aus und breitete sich rasch aus.
© Bezirksfeuerwehr-Verband Lienz

Ein Freitagnachmittag im Osttiroler Virgen ausgebrochener Waldbrand, der einen Feuerwehr-Großeinsatz auslöste, ist am Samstag endgültig unter Kontrolle gebracht und gelöscht worden. Die Flammen waren auf einer Fläche von zehn bis zwölf Hektar abgeholztem Waldgebiet bekämpft worden. Bis Samstagfrüh wurde das Feuer eingedämmt, den Tag über dauerten die Nachlöscharbeiten an. Auch am Sonntag werde man noch im Einsatz sein, sagte Bezirksfeuerwehrkommandant Harald Draxl.

Am späten Nachmittag waren auch noch zwei private Hubschrauber an Ort und Stelle. Sie würden – sollte alles planmäßig verlaufen – am Samstag ihre Arbeit beenden. Kräfte des Bundesheeres, die mithalfen – laut Heer ein Hubschrauber des Typs S70 Black Hawk sowie ein Tankkraftwagen – wurden indes bereits nicht mehr benötigt.

„Eine Knochenarbeit“

Den ganzen Tag über galt es, bei großer Hitze Glutnester umzugraben und diese gezielt zu beseitigen. „Eine Knochenarbeit“, wie Draxl schilderte. Diese Arbeiten würden auch am Sonntag noch andauern. Insgesamt rund 170 Kräfte von zwölf Feuerwehren befanden sich im sogenannten Mitteldorfer Wald südlich von Virgen.

In der Nacht auf Samstag waren Bodentrupps im Einsatz gewesen, 60 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Örtliche Landwirte fuhren mit Traktoren auf, Güllefässern mit Wasser wurden ins Gelände gebracht. So sei es gelungen, ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern, erklärte Bezirksfeuerwehrkommandant Draxl. Das Feuer hatte sich am Freitag vor allem aufgrund der Hitze und des Windes auszubreiten gedroht. (TT.com, APA)