Krebsdiagnose: Finanzminister Marterbauer startet Behandlung, bleibt im Amt
Wien – Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) hat am Montag bekanntgegeben, dass er an Krebs erkrankt ist. Er werde „ab heute“ im AKH Wien dagegen behandelt, bleibe aber im Amt. „Die Therapieeinheiten werden zusätzliche Termine in meinem dienstlichen Kalender sein und deshalb bisweilen zur Verschiebung des einen oder anderen Termins führen.“ Die Behandlung werde aber so geplant, „dass ich meiner Aufgabe und Funktion als Finanzminister unseres Landes voll nachkommen werde“.
Marterbauer gab seine Erkrankung am Montag via E-Mail an die Redaktionen des Landes bekannt. „In Österreich leben deutlich über 400.000 Menschen mit einer Krebsdiagnose. Seit kurzem bin ich einer davon“, schrieb der Minister. „Es handelt sich bei meiner Diagnose um ein Lymphom. Eine Erkrankung, die in den letzten Jahren dank umfangreicher Forschung und des guten österreichischen Gesundheitssystems sehr gute Heilungschancen aufweist.“
Wichtig hierfür sei aber, „dass ich unmittelbar eine entsprechende Therapie beginne“. Diese werde in den kommenden drei Monaten stattfinden. „Beim behandelnden Arzt und seinem Team fühle ich mich hervorragend aufgehoben und betreut“, betonte der Minister.
Mit Verschiebungen von Terminen zu rechnen
Die Therapieeinheiten werden „zusätzliche Termine“ in Marterbauers dienstlichen Kalender sein - „und deshalb bisweilen zur Verschiebung des einen oder anderen Termins führen“. Aber die Behandlung werde so geplant, „dass ich meiner Aufgabe und Funktion als Finanzminister unseres Landes voll nachkommen werde“.
Er bitte darum, in der Kommunikation „durchaus offen, aber fair und respektvoll mit meiner Erkrankung umzugehen“, schrieb Marterbauer. „Wie bei vielen Menschen in unserem Land ist sie eine emotionale Belastung für meine Familie, meine Freundinnen und Freunde, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Er bedanke sich vorab für den Respekt und das Verständnis und freue sich, „wenn wir uns bald wieder über den erfolgreichen Sanierungskurs für Österreich unterhalten können“. (TT.com, APA)
Was ist ein Lymphom?
Im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung versteht man unter Lymphomen bösartige Tumore des lymphatischen Systems, heißt es auf der Website des deutschen Krebsinformationsdienstes. Bei bösartigen Lymphomen wachsen die Lymphozyten, eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen, unkontrolliert.
Maligne Lymphome werden in Hodgkin-Lymphome (HL) und Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) unterteilt, erklärt die österreichische Krebshilfe auf ihrer Website. Erstere sind nach dem englischen Arzt Thomas Hodgkin benannt, welcher sie 1832 erstmals beschrieben hatte. Charakteristisch für Hodgkin-Lymphome ist laut Krebshilfe das Auftreten bestimmter Riesenzellen, der sogenannten Reed-Sternberg-Zellen. Treten diese Zellen nicht auf, fällt ein malignes Lymphom in die Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome. Hier gibt es zahlreiche Unterarten. Um welche Art es sich bei Minister Marterbauer handelt, ist nicht bekannt.
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