Großeinsatz nach Riesen-Mure in den Sextner Dolomiten: Zwei Leichtverletzte geborgen
Eine gewaltige Mure hat am Dienstag in den Sextner Dolomiten einen Großeinsatz ausgelöst. Da sich zahlreiche Wanderer in dem Gebiet aufhielten, wurde eine großangelegte Suchaktion gestartet. Nach mehr als drei Stunden konnten die Einsatzkräfte aber Entwarnung geben: Niemand wurde verschüttet, zwei Personen erlitten leichte Verletzungen.
Sexten, Bozen – Eine gewaltige Mure ist am Dienstag in den Sextner Dolomiten abgegangen und hat einen Großeinsatz ausgelöst. Angesichts zahlreicher Wanderer in dem Gebiet mussten die Einsatzkräfte zunächst vom schlimmsten Fall ausgehen. Letztlich gab es jedoch Entwarnung: Lediglich zwei Menschen wurden leicht verletzt, wie das Südtiroler Online-Portal stol.it berichtete.
Die Mure hinterließ einen bis zu 15 Meter hohen Schuttkegel aus Geröll, Erde und Schlamm und verschüttete Teile des Geländes. Da zunächst unklar war, ob Wanderer von den Geröllmassen erfasst worden waren, begann eine groß angelegte Suchaktion. Bergrettung, Feuerwehr, Weißes Kreuz sowie Notarzthubschrauber durchkämmten das Gebiet. Auch Suchhunde kamen zum Einsatz. Mehrere Personen wurden vorsorglich mit Hubschraubern ausgeflogen.
Entwarnung nach drei Stunden Suche
Erste Meldungen über mögliche Vermisste sorgten für große Sorge. Mehr als drei Stunden lang suchten die Einsatzkräfte nach möglichen Verschütteten. Erst kurz nach 17 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden: Niemand war von der Mure verschüttet worden. Bis auf zwei leicht verletzte Personen kamen alle Wanderer mit dem Schrecken davon.
Zeitgleich ging auch im Fischleintal eine zweite, deutlich kleinere Mure nieder. Auch dort wurden keine Menschen verschüttet oder schwer verletzt. Als Auslöser der Muren galten heftige Gewitter und starke Niederschläge, die am Mittag über die Sextner Dolomiten gezogen waren. (APA)