Nach 32 Jahren: Förderverein der Römerstadt Aguntum bekommt neuen Obmann
Der langjährige Obmann und „Vater“ von Aguntum, Leo Gomig zieht sich zurück. Josef Mair, sein bisheriger Stellvertreter, wird neuer Obmann des Fördervereins „Curatorium pro Agunto“.
Dölsach – Bei einer außerordentlichen Generalversammlung wählten die Mitglieder des Vereins „Curatorium pro Agunto“ Josef Mair, den bisherigen Obmann-Stellvertreter, einstimmig zum neuen Obmann. Martin Fasching wurde sein Stellvertreter. Der scheidende Obmann Leo Gomig hatte den Verein 1994 gegründet und stand ihm 32 Jahre vor. Gomig erinnerte an die wichtigsten Stationen der Entwicklung Aguntums als einziger Römerstadt Tirols zum heutigen kulturhistorischen Juwel. Seit wenigen Monaten gehört Aguntum mit dem Museum und dem archäologischen Landschaftspark zu den Tiroler Landesmuseen. Gomig betonte die Notwendigkeit dieses Schrittes für die Weiterentwicklung Aguntums.
Ganzjahresbetrieb angedacht
Für Andreas Rudigier, Direktor der Tiroler Landesmuseen, welche nun sieben Häuser mit zehn Sammlungen und 15 Querschnittsbereichen umfassen, stellt Aguntum eine enorme Bereicherung für die von ihm geleitete Museumslandschaft dar. Mit der aktuell ausgeschriebenen Hausleitung soll die künftige Strategie entwickelt werden, wobei mittelfristig ein Ganzjahresbetrieb angedacht wird. Rudigier sieht die starke Archäologie mit den jährlichen Grabungskampagnen der Uni Innsbruck als besonderen Schatz von Aguntum.
Josef Mair ist Alt-Bürgermeister der Standortgemeinde Dölsach und war bisher Leo Gomigs Stellvertreter. Bei der Übernahme dieser Funktion im Jahr 1996 habe er sich nicht vorstellen können, dass es gelingen würde, die Finanzierung für die ersten Investitionen – damals ging es um einige Millionen Schilling für Aussichtsturm und Grabungshaus – aufstellen zu können, erzählte er bei der Versammlung. „Leo Gomig hat es möglich gemacht“, betonte er.
Nachdem nun die Hauptverantwortung für Museum und Landschaftspark weggefallen ist, sieht der neue Obmann die künftigen Aufgaben des Vereins vor allem im Veranstaltungsbereich und in der Abstimmung der künftigen Entwicklung Aguntums mit dem Landesmuseum.
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