Heftige Unwetter in Italien

Tornados und 15 cm große Hagelkörner in beliebten Urlaubsorten an der Adriaküste

Autos und Häuser trugen bei dem schweren Unwetter große Schäden davon.
© Screenshot/X

Schäden und Chaos richtete am Dienstag ein Unwetter mit Orkanböen und Hagel in Norditalien an.

Heftige Unwetter mit Hagel haben in Norditalien erhebliche Schäden verursacht. Besonders betroffen waren nach Angaben der Behörden und landwirtschaftlicher Verbände die Regionen Emilia-Romagna, Lombardei, Venetien und die Marken. Betroffen waren auch die Küstenabschnitte von Venedig bis nach Ancona – und auch die beliebten Urlaubsregionen Ravenna, Rimini, Ancona.

In der Provinz Ferrara schlugen Hagelkörner so groß wie Pingpongbälle ein. Autoscheiben, Hausdächer und Photovoltaikanlagen wurden beschädigt. Auf der Autobahn A13 zwischen Bologna und Padua mussten zahlreiche Autofahrer ihre Fahrzeuge anhalten, nachdem der Hagel Windschutzscheiben zerschlagen hatte.

In der Provinz Ravenna stürzten nach Behördenangaben mehr als 100 Bäume um, Straßen mussten gesperrt werden. Sturmböen deckten unter anderem das Dach einer Schule ab. Im Bahnverkehr kam es auf der Strecke Bologna-Venedig zu Verspätungen, auf der Verbindung Ferrara-Ravenna fielen einzelne Züge aus.

In der Region Marken, speziell an der Küste Roseto degli Abruzzi wurde Hagel bis zu einer Größe von 15 cm beobachtet. Es ist der schwerste Unwetterausbruch seit 2013. An jenem Tag wurde das größte Hagelkorn von 19 cm dokumentiert.

Ackerflächen teils massiv zerstört

Besonders schwer betroffen ist die Landwirtschaft. Nach Angaben der Bauernverbände wurden Obstplantagen, Gemüsefelder und Ackerflächen zerstört. Der Bauernverband Coldiretti bezifferte den Schaden auf mehrere hundert Millionen Euro.

Nach den Unwettern zog die Wetterfront weiter in Richtung Mittel- und Süditalien. In Apulien wurde unter anderem der Bahnverkehr im Raum Foggia zeitweise unterbrochen.

Im Süden des Landes hielten Temperaturen von mehr als 40 Grad an, während zahlreiche Wald- und Flächenbrände gemeldet wurden. (APA/TT.com)

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