Bus, Zug, Bergbahn

Mit den Öffis auf die schönsten Gipfel

Die Gondeln der Patscherkofelbahn führen zu abwechslungsreichen Wanderrouten.
© Innsbruck Tourismus/Markus Mair

Tirol bietet Wanderinnen und Wanderern aller Niveaus vielfältige Möglichkeiten und einzigartige Erlebnisse – uns das ganz bequem mit Bus, Zug und Bergbahn. Wir haben fünf Touren herausgesucht, die Natur und Mobilität perfekt verbinden.

Von Markus Wechner

Majestätische Berggipfel, idyllische Almen, kristallklare Bergseen – Tirol in ein Paradies für alle, die die Natur zu Fuß erkunden wollen. Dank der Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Bergbahnen ist Wandern hierzulande nicht nur komfortabel, sondern auch nachhaltig. Folgenden Touren zeigen, wie einfach sich einige der schönsten Wandergebiete mit Bus und Bahn erreichen lassen und wie Bergbahnen den idealen Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Wanderungen bilden – ganz egal, ob man seit Jahrzehnten wandert oder dieses Hobby erst kürzlich für sich entdeckt hat.

Durch den Zirbenwald am Patscherkofel

Der Patscherkofel, Innsbrucks Hausberg, verbindet öffentliche Verkehrsmittel und Bergbahn auf ideale Weise. Mit dem Bus geht’s von der Stadt direkt zur Talstation der Patscherkofelbahn. Bereits die Auffahrt zur Bergstation auf 1.965 Metern eröffnet beeindruckende Ausblicke auf das Inntal. Oben wartet mit dem Zirbenweg eine der beliebtesten Wanderungen Tirols. Der Weg führt rund zweieinhalb Stunden in Richtung Osten durch den größten Zirbenbestand des Alpenraums. Über die Tulfein Alm geht es weiter zur Bergstation der Glungezerbahn und mit der Gondel nach Tulfes. Von dort bringt der Bus Wandernde bequem zurück zur Patscherkofelbahn.

Weite Ausblicke und neugierige Almbewohner begleiten Wandernde auf dem Goetheweg zur Pfeishütte.
© www.guentheregger.at

Auf dem Goetheweg der Nordkette entlang

Die Nordkette zählt zu den eindrucksvollsten Wandergebieten Tirols. Mit der Hungerburgbahn beginnt die Tour direkt im Zentrum Innsbrucks. Von der Hungerburg geht es mit der Seilbahn zur Seegrube und, nach dem Umsteigen, weiter zur Hafelekarspitze. Dort eröffnet sich ein einzigartiges Panorama: Während man selbst mitten in den Gipfeln des Karwendels steht, blickt man hinab auf die Tiroler Landeshauptstadt. Über den Goetheweg gelangt man von der Hafelekarspitze zur Pfeishütte. Die grandiose Aussicht muss man sich allerdingst erst verdienen. Für Hin- und Rückweg sind rund fünf Stunden einzuplanen, weshalb die Tour konditionssicheren und routinierten Bergwanderern empfohlen wird. Nach der Wanderung bringen die Nordkettenbahnen ihre Fahrgäste wieder ins Tal.

Der Rundweg um die Hohe Salve eröffnet einen Ausblick auf 70 Dreitausender.
© Stefan Ringler

Die Panoramarunde auf der Hohen Salve

Die Hohe Salve ist einer der schönsten Aussichtsberge Tirols. Mit der Bahn erreicht man die Region etwa über den Bahnhof Hopfgarten. Von dort bringen Salvenbahn I und II Wandernde zur Bergstation. Die rund 30-minütige Wanderung am Rundwanderweg um den Gipfel bietet beeindruckende Panoramen auf die Kitzbüheler Alpen, die Hohen Tauern, die Zillertaler Alpen und den Wilden Kaiser und somit auf mehr als 70 Dreitausender. Der gut befestigte Weg ist kinderwagen- und nach eigenem Ermessen auch rollstuhltauglich. Nach der Wanderung geht es mit der Salvenbahn zurück ins Tal. Auch die Hohe Salve verbindet Naturerlebnis mit einer komfortablen Anreise.

Der Panoramaweg Pleisen in der Axamer Lizum führt zum Axamer Kögele und wieder zurück auf den Hoadl.
© Innsbruck Tourismus/Markus Mair

Der Panoramaweg Pleisen in der Axamer Lizum

Die Axamer Lizum bietet abwechslungsreiche Wanderungen mit Blick auf die Kalkkögel. Mit dem Bus ist das Gebiet von Innsbruck aus einfach erreichbar. Die Hoadlbahn bringt Wandernde zur Hoadl-Bergstation, wo der leichte und aussichtsreiche Panoramaweg Pleisen startet. Die Tour führt über das Pleisenjöchl auf den Pleisen und weiter zum Axamer Kögele – mit herrlichen Ausblicken auf Innsbruck, das Inntal und die Nordkette. Der Rückweg erfolgt entlang der Aufstiegsroute. Für diese mittelschwierige Tour sind rund zweieinhalb Stunden einzuplanen.

Der Venet ist derzeit über die Rifenal- und Weinbergbahn erreichbar, die Wiedereröffnung der Pendelbahn ist im kommenden Winter geplant.

Vom Venet zur Gogles Alm

Das Tiroler Oberland lädt mit dem Venet zu aussichtsreichen Wanderungen ein. Der markante Berg thront über dem Inntal und ist aktuell vom Bahnhof Landeck-Zams aus mit Bus, einem rund halbstündigen Fußweg und zwei Liften erreichbar. Die Rifenal- und Weinbergbahn bringen Wandernde zur Bergstation auf über 2.200 Meter, wo zahlreiche Wanderwege ihren Ausgang nehmen. Der Panoramaweg zur Gogles Alm bietet freie Sicht auf die umliegende Bergwelt und dauert im Hinweg rund eine Stunde. Zurück geht’s über denselben Weg oder über einen weiteren Abstieg nach Fließ, von wo aus auch eine Öffi-Verbindung nach Landeck besteht.

So geht Mobilität

Ob mit Bus, Bim oder Zug – öffentliche Verkehrsmittel versprechen eine nachhaltige Anreise direkt zu zahlreichen Bergbahnen. Hier geht‘s zu den Verbindungen und Fahrplänen: www.vvt.at