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Tote bei US-Angriffen mit Saudi-Arabien im Irak

Die Angriffe hinterließen enorme Schäden
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Bei den Luftangriffen der USA und Saudi-Arabiens sind nach Angaben der vom Iran unterstützten irakischen Miliz 20 ihrer Mitglieder getötet worden. 32 Menschen seien bei den Angriffen auf mehrere Stützpunkte im Irak verletzt. Die Hashd al-Shaabi erklärte am Mittwoch, dass mehrere ihrer "offiziellen Hauptquartiere" in verschiedenen Regionen des Landes angegriffen worden seien. "Diese Angriffe führten zum Märtyrertod mehrerer Menschen und verletzten weitere Personen."

Der irakische Ministerpräsident Ali al-Zaidi hat sagte Insidern zufolge einen für Donnerstag geplanten Besuch beim saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in Jeddah ab. Im Irak berief al-Zaidi nach den Angriffen der USA und Saudi-Arabiens gegen Iran-treue Milizen eine Notfallsitzung des Sicherheitsrats ein. Das Treffen in Bagdad sollte sich um die Sicherheitslage und die Luftangriffe drehen, berichtete die Staatsagentur INA. Die Angriffe in der Nacht zielten nach US-Angaben auf mit dem Iran verbündete Milizen im Irak.

US-Präsident Donald Trump drohte Teheran einem Medienbericht zufolge mit einer "harten" Reaktion auf die vorhergehenden iranischen Angriffe in Jordanien. "Wir werden sie hart treffen. Sie werden Prügel beziehen", zitierte ein Reporter des US-Senders "Fox News" den Präsidenten am Mittwoch. "Wir werden sie verdammt windelweich prügeln", habe Trump die Iraner beschimpft. Trump erklärte, die nächtlichen US-saudischen Angriffe seien mit der Regierung in Bagdad "koordiniert" gewesen. Der Irak hatte die Angriffe als "eklatante Verletzung der Souveränität des Irak" verurteilt.

Die sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF) sind ein Bündnis aus vorwiegend schiitischen und Iran-treuen Milizen im Irak. Die US-saudischen Luftangriffe hätten in mehreren Teilen des Landes unter anderem Ziele im Raum Bagdad sowie im südlichen Basra und Ninive im Norden getroffen, teilten sie mit. Dabei seien auch Gebäude, Fahrzeuge und Militärausrüstung beschädigt worden.

Das US-Militär bezeichnete die nächtlichen Angriffe im Irak als Reaktion auf angeblich mehr als 30 von den iranischen Revolutionsgarden angeordnete Drohnenangriffe in den 72 Stunden zuvor. Das saudische Verteidigungsministerium teilte mit, die Angriffe an Seite des US-Militärs hätten Zielen von Milizen im Irak gegolten, von denen zuvor Angriffe auf saudische Ölanlagen ausgegangen seien.

Im Iran-Krieg stehen die Golfstaaten - etwa Saudi-Arabien und auch Kuwait - parallel zu den iranischen Angriffen teilweise auch unter Beschuss aus dem Irak, wo die mit Teheran verbündeten Milizen weiterhin großen Einfluss haben. Die Regierung al-Zaidis strebt eine Entwaffnung der Milizen an, realistisch scheint dies derzeit aber nicht.

Das saudi-arabische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, es habe zusammen mit den USA "dem Iran loyale terroristische Milizen" im Irak angegriffen. Dabei habe es sich um "Selbstverteidigung" gehandelt. Einige Stunden zuvor hatte das Ministerium erklärt, "mit dem Iran in Verbindung stehende Milizen" hätten erneut vom Irak aus Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien geflogen. Die Drohnen seien abgefangen worden.

Im Irak gibt es Dutzende mächtiger, von Teheran unterstützter bewaffneter Gruppierungen. Viele von ihnen entstanden im Zuge der US-geführten Invasion des Irak im Jahr 2003 und gewannen während des Kampfes gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat ab 2014 weiter an Macht und Einfluss.

Im ägyptischen Hafen Damietta brach am Mittwoch auf zwei Schiffen ein Brand aus. Betroffen waren ein Regasifizierungsschiff - eine schwimmende LNG-Terminalanlage - und ein Speicherschiff, teilte das ägyptische Erdölministerium mit. Die Situation sei schnell unter Kontrolle gebracht worden. Dem Datenanbieter Kpler zufolge führte eine Explosion an einem LNG-Terminal zu Schäden an zwei Schiffen. Zudem sei dadurch der Betrieb an dem für LNG-Importe zentralen Ort gestört worden, hieß es auf der Plattform X. Laut der britischen Sicherheitsfirma Ambrey war der US-Tanker "Energos Winter" betroffen, das Feuer habe dann auf das Schiff "Gaslog Salem" übergegriffen.

Das US-Militär wehrte in der Nacht nach eigenen Angaben einen iranischen Angriff mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten ab. Alle Raketen seien erfolgreich abgefangen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Welches Ziel der Angriff hatte, wurde nicht genannt.

Der iranische Rundfunk verbreitete eine Stellungnahme der Revolutionsgarden, nachdem der Angriff einer US-Militärbasis in Jordanien gegolten habe. Jordaniens Streitkräfte erklärten in der Früh, es seien fünf Raketen aus dem Iran abgefangen worden. Iran-Experte Hamidreza Azizi schrieb auf der Plattform X, es sei das erste Mal, dass der Iran angegriffen habe, ohne zuvor von den USA oder Israel selbst attackiert worden zu sein. Laut dem Experten könnte dies ein Signal im Kontext des Besuchs des israelischen Premiers Benjamin Netanyahu im Weißen Haus gewesen sein sowie eine Warnung an die USA, sich keiner neuen militärischen Kampagne gegen den Iran anzuschließen oder eine solche selbst einzuleiten, hieß es.

Die US-Regierung verstärkte indes den Druck auf den Iran durch neue Sanktionen. Diese richten sich gegen zwei Unternehmen, die US-Angaben zufolge maßgeblich an einem von den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) unterstützten Erpressungssystem rund um die Straße von Hormuz beteiligt sind. Dieses zwinge Handelsschiffe zu einer obligatorischen "Versicherung", um die für den weltweiten Ölhandel zentrale Meerenge zu passieren, heißt es in der Mitteilung des US-Finanzministeriums.

Laut den USA werden die von den Versicherungen gedeckten Risiken maßgeblich vom Iran selbst verursacht. Die Firmen versuchten unter dem Deckmantel dieser Dienstleistung Einnahmen zu generieren, einschließlich digitaler Zahlungen zur Umgehung von Sanktionen. "Die Vereinigten Staaten werden nicht zulassen, dass der Iran den globalen Handel als Geisel nimmt oder die internationale Schifffahrt nutzt, um den Terrorismus, die Aggression und die Unterdrückung durch die IRGC zu finanzieren", teilte US-Finanzminister Scott Bessent in einem Statement mit.