Nicht nur Social-Media: Auch bei Porno-Seiten braucht es künftig Altersnachweise
Ab Jänner soll auch bei Websites mit pornografischen Inhalten eine Altersverifikation nötig sein – etwa via ID-Austria. Damit soll vermieden werden, dass Minderjährige darauf zugreifen können.
Am Montag hat sich die Bundesregierung, wie berichtet, auf ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren geeinigt. Was bei der Präsentation unterging: Das geplante Gesetz betrifft auch ein ganz anderes Thema. Nämlich Pornoseiten.
Wer also pornografische Inhalte konsumieren will, muss ab Jänner beweisen, dass er oder sie volljährig ist. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Profil am Mittwoch. Aktuell ist die Nutzung von Pornoseiten für Jugendliche einfach: Ein Klick auf „Ich bin 18 Jahre alt“ genügt. Mit dem neuen Gesetz wird sich das ändern, bestätigte auch das Medienministerium gegenüber dem Profil. Demnach ist dann eine Altersverifikation Pflicht, zum Beispiel über ID-Austria oder einen privaten Anbieter. Das soll, wie bei Social-Media, im Idealfall nach einer einmaligen Registrierung automatisiert funktionieren.
Details noch offen
Die Betreiber der Websites erfahren zudem nur, ob die Person volljährig ist oder nicht. Andere Daten werden nicht weitergegeben, das wäre datenschutzrechtlich auch nicht möglich. Wie das Ganze dann ganz konkret ausschauen wird, bleibt noch offen – genauso wie bei Social-Media-Konten. Details werden vom Ministerium erst ausgearbeitet.
Österreich ist damit nicht das erste EU-Land, das solche Beschränkungen einführt. In Frankreich müssen Pornoseiten bereits seit 2025 die Volljährigkeit ihrer NutzerInnen prüfen. Nach Klagen stellte der Europäische Gerichtshof übrigens fest, dass das auch gerechtfertigt ist. Die Folge: Große Anbieter wie „Pornhub“ oder „YouPorn“ haben sich aus dem französischen Markt zurückgezogen und können in Frankreich nicht mehr benutzt werden, schreibt das Profil. Andere Plattformen sind geblieben. (TT.com)
Gesetz für das Netz
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