Bürgermeister schwört Rache

„Brutaler Terrorakt“: Mehrere Tote bei Bomben-Explosion in Moskau

Der selbstgebaute Sprengsatz war am Samstagabend gegen 20 Uhr vor einem Restaurant explodiert.
© TATYANA MAKEYEVA

Nach der tödlichen Explosion eines Sprengsatzes in einem Moskauer Ausgehviertel am Samstag sind die Hintergründe der Tat weiter unklar. Offiziell sprachen die Behörden von drei Toten und 21 Verletzten, unbestätigten Berichten zufolge könnte die Opferzahl aber auf fünf gestiegen sein. Die Ermittlungen laufen.

Moskau – Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hat den tödlichen Sprengstoffanschlag am Samstag als „brutalen Terrorakt“ bezeichnet. Die Schuldigen würden gefunden und bestraft, schrieb er in seinem Telegram-Kanal am Sonntag. Den Angehörigen der Opfer sprach er Beileid aus. Mehrere Nachrichtenkanäle bei Telegram berichteten, dass die Zahl der Todesopfer nach dem Anschlag vom Samstagabend auf fünf gestiegen sei. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst allerdings nicht.

Die Behörden sprachen nach dem Vorfall am Samstag von drei Toten und 21 Verletzten. Bei den Toten handelte es sich nach Angaben des nationalen Anti-Terror-Komitees um eine Frau, die verdächtigt wird, den Sprengsatz zu einem Restaurant mitgebracht zu haben. Getötet worden seien bei der Explosion auch der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, der die Verdächtige nicht ins Lokal durchgelassen habe, und ein Gast.

Der selbstgebaute Sprengsatz war der Behörde zufolge gegen 20 Uhr (Ortszeit) explodiert. Die russische Tageszeitung Kommersant berichtete unter Berufung auf eigene Quellen, dass die Gäste einer privaten Veranstaltung in dem Restaurant Ziel der Attacke waren. Ermittelt werde demnach wegen des Vorwurfs eines Terroranschlags, meldete die Zeitung mit Verweis auf eigene Quellen. (APA)