Gezielt mit Auto niedergefahren

Tödliche Tat: Italiener überfuhr vermeintlichen Nebenbuhler aus Eifersucht

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter es auf seine Ex-Frau abgesehen hatte. In seinem Auto hatte er Waffen mitgeführt. (Symbolbild)
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Als seine Ex-Freundin mit einem anderen Mann zu einem Treffen erschien, überfuhr ein 43-Jähriger diesen mit dem Auto.

Ein 36 Jahre alter Mann ist in der italienischen Ortschaft Somma Lombardo nahe Mailand offenbar Opfer einer Verwechslung mit tödlichem Ausgang geworden. Nach Angaben der Ermittler wurde er von einem Autofahrer absichtlich überfahren, nachdem er einer ihm unbekannten Motorradfahrerin geholfen hatte, berichtet die Nachrichtenplattform stol.it. Der mutmaßliche Täter soll ihn irrtümlich für den neuen Partner seiner Ex-Freundin gehalten haben.

Die Tat ereignete sich demnach bereits am Samstagabend. Die Frau stand mit ihrem Motorrad orientierungslos auf einer dunklen Straße, nachdem sie ihr Mobiltelefon verloren hatte. Der 36-Jährige erklärte ihr den Weg zu einem mit ihrem Ex-Partner vereinbarten Treffpunkt und bot an, sie dorthin zu begleiten. Dort wartete nach Angaben der Ermittler bereits der 43-jährige Mann. Die Frau hatte sich nach dem Ende der Beziehung zu einem letzten Treffen überreden lassen, bei dem ihr der Mann persönliche Gegenstände zurückgeben wollte.

36-Jährigen gezielt mit Auto niedergefahren

Als der 43-Jährige seine Ex-Freundin gemeinsam mit dem anderen Mann sah, soll er laut den Ermittlern die Beherrschung verloren haben. Nach bisherigen Erkenntnissen beschleunigte er sein Auto und erfasste den 36-Jährigen gezielt. Der Mann starb noch am Unfallort. Anschließend soll der Verdächtige aus dem Wagen ausgestiegen sein und auch die Frau angegriffen haben. Passanten überwältigten den Mann und alarmierten Rettungskräfte sowie die Polizei.

Der 43-Jährige wurde noch in derselben Nacht wegen des Verdachts eines vorsätzlichen Tötungsdelikts festgenommen. In seinem Auto fanden die Ermittler einen großen Stein sowie ein Messer. Die Staatsanwaltschaft prüft deshalb auch, ob der Mann seine frühere Lebensgefährtin unter einem Vorwand zu dem Treffen gelockt hatte, um sie anzugreifen. (TT.com)