Erste Medaille in Paris

Bronze bei der Schwimm-EM: Luka Mladenovic wurde Dritter über 200 m Brust

Im Finale über 200 m Brust: Luka Mladenovic.
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Der Salzburger Luka Mladenovic (22) sorgte für die erste OSV-Medaille bei den Schwimm-Europameisterschaften in Paris. Über 200 m Brust gewann der 22-Jährige Bronze. Zuvor hatte Christian Giefing (19) über 200 m Kraul schon Wellen geschlagen. Er schwimmt am Freitag um eine Medaille.

Erste Medaille bei der laufenden Schwimm-EM in Paris. Luka Mladenovic schlug am Donnerstagabend über 200 m Brust als Drittschnellster an und holte in 2:08,91 Minuten Bronze. Der Titel ging an den Briten Filip Nowacki in 2:07,70 vor Caspar Corbeau (NED/2:07,78).

Es ist die dritte internationale Medaille von Mladenovic in der allgemeinen Klasse, im Dezember hatte er zweimal Kurzbahn-EM-Bronze gewonnen. Insgesamt holte er Österreichs 32. Medaille im 50-m-Becken.

Der Salzburger arbeitet nunmehr seit sieben Wochen mit Trainer Bob Bowman, der unter anderem bereits Michael Phelps betreut hatte, in Texas zusammen. „Es ist eine mega-große Ehre, dass Bob auch in mir etwas sieht und mich nimmt“, sagte Mladenovic.

Rekord und dann Finaleinzug: Christian Giefing schwimmt über 200 m Kraul nun um eine Medaille.
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Rekord von Auböck unterboten

Für den ersten Höhepunkt hatte am Vormittag schon Christian Giefing gesorgt. Der 18-jährige Burgenländer war als Vorlaufschnellster (!) über 200 m Kraul in 1:44,96 Min. ins Semifinale eingezogen und hatte dabei den OSV-Rekord von Felix Auböck um 0,15 Sek. unterboten. Am Abend im Semifinale blieb er zwar 51 Hundertstel über seiner neuen Bestzeit, schaffte es als Fünftschnellster aber klar in die Medaillenentscheidung am Freitag (18.36 Uhr). „Ich hoffe, ich kann im Finale mit den Besten auf einer Welle mitsurfen“, gab sich Giefing zuversichtlich.

Damit haben die jüngeren EM-.Starter die arrivierten, bereits mit EM- und WM-Medaillen ausgezeichneten, wie Bernhard Reitshammer oder Simon Bucher überflügelt. Beide blieben bei der EM in Paris bislang ohne Finalteilnahmen.

Reitshammer über 50 m Brust

„Die interne Konkurrenz ist groß, das hatten wir schon lange nicht mehr“, sagt der 32-jährige Tiroler Bernhard Reitshammer. Er finde es aber gut, was gerade passiere. „Konkurrenz belebt das Geschäft. Das ist wichtig und man kann sich gegenseitig pushen. Es gibt es einen zusätzlichen Ansporn.“

Der in Linz lebende Absamer startet heute in seine Paradedisziplin 50 m Brust. „Ich fühle mich im Wasser ganz ok. Es ist alles komplett knapp beisammen. Wie alles bei einer EM. Ziel ist natürlich zuerst einmal das Semifinale. Viel weiter muss man nicht denken“, sagt der Routinier. Sozusagen zum Einschwimmen nahm er die gestrigen 50 m Rücken mit und kam in 25,83 Sekunden auf Rang 55. Sein Tiroler Kollege Leon Opatril erreicht in 25,58 Sek. Platz 49. Schnellste Österreicher waren Lukas Edl in 25,29 Sek als 33. und Max Halbeisen wurde in 25,36 Sek. 35.

Für einen weiteren OSV-Rekord hatte die 4x100 Freistil ohne Tiroler Beteiligung gesorgt. Edl, Viktor Kopf, Giefing und Heiko Gigler verpassten in 3:15,83 Min als 13. dennoch das Finale. Offen ist noch, wer am Sonntag für die 4x100 m Lagenstaffel nominiert wird. Da tritt der OSV als Titelverteidiger an. Reitshammer, Simon Bucher, Valentin Bayer und Heiko Gigler waren 2024 Europameister geworden, dürften aber jetzt von den Jungen überflügelt werden.