Gemeinde informierte via AT-Alert: Trinkwasser in Zirl wieder einwandfrei genießbar
Am Freitag gegen 16.20 Uhr erhielten Bürgerinnen und Bürgern in der Gemeinde Zirl per AT-Alert die Information, dass die „Trinkwasserqualität wiederhergestellt“ sei. Das Abkochen des Wassers hat damit ein Ende.
Über eine Woche lang mussten Zirlerinnen und Zirler ihr Trinkwasser abkochen. Seit Freitag ist das aufwendige Prozedere in der Gemeinde Zirl beendet. „Die einwandfreie Trinkwasserqualität ist wieder gegeben“, hieß es in einer amtlichen Mitteilung, die am Nachmittag per AT-Alert veröffentlicht wurde. Damit sei auch das bislang geltende Abkochgebot „mit sofortiger Wirkung aufgehoben“, das Leitungswasser könne somit wieder bedenkenlos für die Zubereitung von Speisen und Getränken verwendet werden.
Die Verordnung, Wasser nicht ohne vorheriges Abkochen zu verwenden, galt in Zirl seit dem 6. August. Einen Tag zuvor waren heftige Unwetter über Tirol gezogen, die laut Angaben des bestellten Analyseinstituts zu einer Veränderung der geologischen Verhältnisse bei den Quellfassungen des Hochbehälters Schlossbach geführt hatten. Der genaue Ursprung der fäkalen Verunreinigung konnte bislang noch nicht eindeutig zugeordnet werden. Zu Beginn dieser Woche wurde daher sämtliches Wasser im Zulauf zum Hochbehälter noch mit Chlor versetzt.
Auch weiterhin gelte die derzeit eingesetzte Chlorierung zur „hygienischen Desinfektion“ und zur „Absicherung der Wasserversorgung.“ Vorübergehend sei daher ein „leichter Chlorgeruch oder -geschmack“ möglich. Das chlorierte Trinkwasser sei aber gesundheitlich unbedenklich und sei zum Konsum geeignet, betonte die Gemeinde.
UV-Desinfektionsanlagen bestellt
Um auch künftig für eine einwandfreie Wasserqualität zu sorgen, habe man UV-Desinfektionsanlagen bestellt, heißt es weiters in der Mitteilung. Das ultraviolette Licht in den Anlagen könne Bakterien, Viren und andere Keime im Wasser „inaktivieren“, die Zugabe chemischer Desinfektionsmittel sei dabei nicht erforderlich. Der Einbau der Anlagen sei in den kommenden acht Wochen vorgesehen. (TT.com)
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