Ein Kämpfer für die Unabhängigkeit des ORF: Trauer um Fritz Wendl
Wien – Der langjährige ORF-Radiojournalist Fritz Wendl ist tot. Er sei im Alter von 79 Jahren in der Nacht auf den 19. August gestorben, teilte der ORF am Freitag in einer Aussendung mit. Wendl war Moderator der Ö1-Journale, begründete das Konsumentenmagazin „help“ und leitete auch die Radio-Konsumentenredaktion. Außerdem war er 22 Jahre lang Vorsitzender des Redaktionsrates. 2012 verabschiedete er sich in den Ruhestand.
„Fritz Wendl war stets eine starke Stimme auf und für Ö1. Mit dem Konsumentenmagazin ,help' hat er wesentlich zum Markenkern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beigetragen und Public Value in Reinkultur geliefert. Besonders als langjähriger Vorsitzender des Redaktionsrates hat sich Fritz Wendl mit aller Kraft für die Unabhängigkeit des ORF nicht nur im journalistischen Bereich eingesetzt“, erklärt ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher.
Ein Vorbild für seine Nachfolger
Auch der Redaktionsrat des ORF würdigt den verstorbenen Kollegen. „Fritz war für mich immer Vorbild in der Führung der Redaktionsvertretung. Er war beeindruckend in seinem unerbittlichen Kampf für die Rechte der Redaktionen“, schreibt Dieter Bornemann, der Vorsitzende des Redaktionsrates, in einer Pressemitteilung. Wendl habe jede Debatte um den ORF „mit offenem Visier geführt und sein Berufsleben dem Kampf für die Unabhängigkeit des ORF und die objektive Berichterstattung gewidmet“.
Ein Zitat von Fritz Wendl sei dem aktuellen Redaktionsrat besonders in Erinnerung geblieben: „Wenn wir als Redakteure keinen Widerstand leisten, dann gehen die Wünsche der Politik im ORF durch wie ein warmes Messer durch die Butter.“ (APA, TT)
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