Dreiste Masche

Zuerst kam das Geld, dann das Inkassobüro: Tiroler wurde Opfer von Kreditbetrügern

Ein mutmaßlicher Fall von Identitätsdiebstahl und Kreditbetrug beschäftigt derzeit die Polizei in Kössen. Unbekannte Täter sollen im Namen eines 65-jährigen Österreichers einen Online-Kredit abgeschlossen haben. Der Vorfall flog erst auf, als Abbuchungen und Inkassoforderungen beim Opfer eintrafen.

Am Montag erstattete ein 65-Jähriger Anzeige bei der Polizei Kössen, weil er offenbar Opfer eines Betrugs geworden ist. Seinen Anfang nahm der Fall bereits vor einem Jahr: Im vergangenen August habe er überraschend zwei Geldeingänge im jeweils niedrigen fünfstelligen Eurobereich auf seinem Bankkonto festgestellt. Da er mit diesen Überweisungen nicht gerechnet hatte, veranlasste er die Rücküberweisung des Geldes.

Rund einen Monat später bemerkte der Mann auf seinem Konto eine unberechtigte Abbuchung unter dem Verwendungszweck „Finanzierung“. Dem Opfer gelang es, diese umgehend zu stoppen. In der Folge wurde der 65-Jährige jedoch von einem Inkassobüro kontaktiert, das die Ratenzahlungen einforderte.

Die Polizei geht nach dem aktuellen Ermittlungsstand davon aus, dass die Täter mit den Daten des Opfers unbemerkt einen Online-Kredit beantragt hatten. Die Erhebungen zur Ausforschung der Täterschaft sind im Gange. (TT.com)