LASK-Trainer Kühbauer jubelte über das Wunder von Linz: „Das Unmögliche möglich gemacht“
Nach der 0:3-Niederlage im Hinspiel geriet der LASK auch zu Hause gegen Celtic Glasgow im CL-Play-off in Rückstand. Es folgten ein 5:1-Sieg und eine Sternstunde in der österreichischen Europacup-Geschichte.
Der LASK hat ein historisches Fußball-Wunder geschafft und steht in der Ligaphase der Champions League. Das Team von Coach Dietmar Kühbauer gewann Dienstagabend das Play-off-Rückspiel in Linz gegen Celtic Glasgow dank furioser Leistung 5:1 (4:1,1:1) nach Verlängerung. Damit wurde das 0:3 aus dem Hinspiel wett gemacht und die erstmalige Teilnahme an der europäischen Königsklasse fixiert.
Vor 19.000 Zuschauern im ausverkauften Linzer Stadion brachte Callum McGregor die Schotten in Führung (21.). Die Vorentscheidung sollte das allerdings noch nicht sein. Moses Usor gelang nach einem Patzer der Gäste der Ausgleich (32.). Robert Ljubicic (48.) und Samuel Adeniran (58.) erhöhten nach der Pause auf 3:1, „Joker“ Florian Flecker egalisierte nach exakt 90 Minuten das Duell.
In der Verlängerung wurde Adeniran mit seinem zweiten Treffer zum Matchwinner (109.) und krönte damit eine historische Aufholjagd. Ein verschossener Elfmeter des US-Stürmers (115.) sollte sich nicht mehr rächen.
Versüßt wird der geschichtsträchtige Abend der Linzer mit einem Champions-League-Startgeld von 18,62 Millionen Euro. Die Augen von Kühbauer und Co. sind damit nun gespannt auf die Auslosung Donnerstagabend (18.00 Uhr) in Monaco gerichtet. Für Celtic geht es in der Europa League weiter. (APA, TT.com)
Reaktionen zum Spiel
Dietmar Kühbauer (LASK-Coach): „Es ist ein unglaubliches Gefühl. Die Art und Weise, wie die Jungs das heute gemacht haben, da muss man einfach in die Champions League kommen. Wir haben sie heute an die Wand gespielt, das zeigen auch alle Statistiken. Ich ziehe wirklich den Hut vor dieser Mannschaft, weil sie einfach im Prinzip das Unmögliche möglich gemacht haben.“
Martin O'Neill (Celtic-Coach): „Für uns ist es ein unglaublich enttäuschender Abend. Wir haben ja nach dem 1:0 im Gesamtergebnis 4:0 geführt. Wir hatten das Spiel eigentlich unter Kontrolle. Der LASK hat heute wieder sehr intensiv gespielt, sehr körperbetont, und sie haben es am Ende verdient, zu gewinnen.“
Lukas Neuwirth (LASK-Keeper): „Ich glaube, die meisten hatten uns schon in Glasgow abgeschrieben. Dann nach dem 1:0 war es sowieso für jeden schon klar. Dass wir dann so zurückkommen... Letzte Saison haben wir auch bewiesen, dass wir Rückstände aufholen können. Aber ich kann mich jetzt nicht daran erinnern, dass wir ein 4:0 aufgeholt haben.“
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