Nicht gesichert

Schneebrücke in Sölden brach ein: Bergsteiger stürzte in tiefe Gletscherspalte

Großes Glück hatte ein Bergsteiger am Niederjochferner bei einem Sturz in eine tiefe Gletscherspalte. Der Mann war laut den Bergrettern nicht gesichert.

Zwei polnische Bergsteiger wollten am Donnerstagnachmittag den Niederjochferner in Sölden überqueren. Kurz nach 15 Uhr brach eine Schneebrücke ein, ein 53-Jähriger stürzte in eine fünf bis zehn Meter tiefe Gletscherspalte und blieb auf einer Schneebrücke liegen. Der Unfall ereignete sich rund 300 Höhenmeter unterhalb des Gipfels.

„Er hatte Glück“, sagt Simon Scheiber von der Bergrettung Sölden. Er leitete den Rettungseinsatz, der daraufhin startete. Neben sieben Bergrettern rückten auch der Polizeihubschrauber Libelle und der Christophorus 1 aus.

Sie konnten den Bergsteiger nach rund einer Dreiviertelstunde mittels Mannschaftsflaschenzug bergen. Ihm war kalt, aber er blieb unverletzt. Der Schnee dürfte den Sturz gedämpft haben. Die beiden Männer hatten keine Gurte an und waren auch nicht angeseilt.

Beide wurden mit dem Christophorus 1 zur Martin Busch Hütte geflogen. (TT.com)