Nach der 6. Etappe

Starker Antritt! Felix Gall verbessert sich bei Vuelta auf fünften Gesamtrang

Brille auf und weiter geht es: Am Freitag wartet eine Etappe mit einer Bergankunft der ersten Kategorie.
© IMAGO/Fotoreporter Sirotti Stefano

Rad-Profi Felix Gall ist bei der spanischen Rundfahrt Vuelta weiterhin vorne dabei. Besser noch: Mit dem sechsten Platz bei der sechsten Etappe rückte der Osttiroler in der Gesamtwertung einen Platz nach vor und ist nun Fünfter.

Castellon – Felix Gall hat sich am Donnerstag auf der sechsten Etappe von Alcossebre über 177,4 km nach Castello nach einer guten Leistung auf den fünften Gesamtrang der Vuelta a Espana verbessert. Der Osttiroler wurde Tages-Sechster, 46 Sekunden hinter Leader Tadej Pogacar (UAE), der seinen schon dritten Etappensieg bei dieser Spanien-Rundfahrt feierte. Unmittelbar hinter dem Slowenen landete Enric Mas, der nun noch vor Primoz Roglic Gesamtzweiter (+3:34 Min.) ist.

Gall überholte Sepp Kuss (USA) und Oscar Onley (GBR) und weist nun 4:55 Minuten Rückstand auf Pogacar auf. Dem Giro-Zweiten, der sich im Decathlon-Team wieder einen Podiumsplatz in der Gesamtwertung vorgenommen hat, fehlen auf den drittplatzierten Roglic aktuell 34 Sekunden.

Heute war wahrscheinlich der schwerste Tag bisher. Es war mit der Hitze und vom Rennverlauf her sehr fordernd. Es haben sich viele Teams heute eine große Chance für einen Etappensieg ausgerechnet, im Endeffekt war es dann doch wieder der Pogacar.
Felix, Tagesvierter und nun Gesamt-Fünfter

Es sei wahrscheinlich der schwerste Tag bisher gewesen, minet Gall. Sein Team habe sich sehr gut um ihn gekümmert: „Ich habe mich nicht ganz so gut gefühlt heute, aber bin dann doch zufrieden und habe wieder meine Beine gefunden.“

Schon wieder der Schnellste: Tadej Pogacar.
© JOSE JORDAN

Pogacar mit Start-Ziel-Sieg?

Ganz vorne wird die Vuelta immer mehr zu einer Machtdemonstration von Straßen-Weltmeister Pogacar. Er forcierte auf den Schotterpisten des Puerto El Bartolo am letzten Berg des Teilstücks das Tempo und zog gemeinsam mit Mas davon, der im Sprint gegen den Rad-Topstar keine Chance hatte. Auf der gefährlichen Abfahrt hatte Pogacar allerdings einen Schreckmoment, denn 19 Kilometer vor dem Ziel versteuerte sich der Slowene und machte einen kleinen Abstecher neben die Fahrbahn. Pogacar konnte das Malheur aber schnell ausbessern.

Er könnte als erster Radprofi seit Tony Rominger 1994 einen Start-Ziel-Sieg bei der Vuelta feiern. Die Vuelta ist die einzige Grand Tour, die dem Ausnahmekönner noch fehlt. Bei seinem bis dato einzigen Antreten 2019 mit 19 hatte er schon drei Etappen gewonnen.

Schwere Freitag-Etappe

Dabei hatte eine größere Ausreißergruppe zwischendurch einen komfortablen Vorsprung von mehreren Minuten herausgefahren. Mit dabei war auch Patrick Konrad (Lidl), der rund 28 km vor dem Ziel zurückfiel.

Am Freitag könnte Pogacar bereits den nächsten Sieg einfahren. Denn auf der siebenten Etappe über 149,8 km von Vall d'Alba nach Aramon Valdelinares wartet nach 3.600 Höhenmetern am Ende eine Bergankunft der ersten Kategorie. Auch für Berg-Spezialist Gall eine weitere Chance, in der Gesamtwertung noch weiter Richtung Top 3 zu klettern. (APA, tt.com)

Ergebnisse Vuelta, 6. Etappe

6. Etappe von Alcossebre nach Castellon/177,4 km: 1. Tadej Pogacar (SLO) UAE 4:12:40 Std. - 2. Enric Mas (ESP) Movistar gl. Zeit - 3. Ramses Debruyne (BEL) Alpecin + 46 Sek.. Weiter: 6. Felix Gall (AUT) Decathlon gl. Zeit - 15. Patrick Konrad (AUT) Lidl +3:46 - 25. Gregor Mühlberger (AUT) Decathlon +3:48 - 85. Michael Gogl (AUT) Alpecin +16:14.

Gesamtwertung: 1. Pogacar 15:38:27 Std. - 2. Mas +3:34 Min. - 3. Primoz Roglic (SLO) Red Bull +4:21. Weiter: 5. Gall +4:55 - 12. Mühlberger +8:36 - 46. Konrad +31:24 - 98. Gogl +50:34.