Tirol mit niedrigster Arbeitslosigkeit, Anstieg bei offenen Stellen
Im August waren in Tirol etwas mehr Menschen ohne Job als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Schulungsteilnehmer stieg allerdings kräftig an. Das AMS Tirol sieht „ein positives Signal“.
Derzeit sind 13.347 Personen in Tirol arbeitslos und damit um 3,5 Prozent mehr als vor einem Jahr, geht aus den aktuellen Zahlen des Arbeitsmarktservice (AMS) hervor. 2507 Personen nehmen an Schulungsmaßnahmen des AMS Tirol teil – das sind im Vorjahresvergleich um 16 Prozent mehr. Bei geschätzten 367.000 Beschäftigten liegt die Arbeitslosenquote in Tirol damit bei 3,5 Prozent.
„Der Tiroler Arbeitsmarkt präsentiert sich weiterhin stabil. Die Arbeitslosigkeit ist zwar leicht gestiegen, Tirol weist mit einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent aber erneut den niedrigsten Wert aller Bundesländer auf. Gleichzeitig bleibt die Beschäftigung auf einem hohen Niveau“, sagt Johannes Schranz, stellvertretender Landesgeschäftsführer des AMS Tirol.
Mehr offene Stellen
Es gibt auch wieder deutlich mehr offene Stellen und Lehrstellen als vor einem Jahr. Ende August waren beim AMS Tirol 7340 sofort verfügbare offene Stellen gemeldet, was einem Plus von 3,4 Prozent entspricht. Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellen ist im Vorjahresvergleich um 15,7 Prozent auf 1476 gestiegen.
„Die steigende Zahl offener Stellen ist ein positives Signal für den Tiroler Arbeitsmarkt. Besonders die starke Nachfrage in der Arbeitskräfteüberlassung und in der Warenherstellung zeigt, dass viele Unternehmen weiterhin Personal suchen“, erklärt Schranz. Im Handel, Tourismus, Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Baubranche gibt es mehr Job-Suchende.
Österreichweit waren Ende August 375.730 Personen beim AMS arbeitslos oder in Schulung gemeldet – ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während die Arbeitslosigkeit unter Männern rückläufig war, stieg die Frauen-Arbeitslosigkeit neuerlich kräftig an.
Ursache für die unterschiedliche Entwicklung bei Frauen und Männern sei die Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters für Frauen sowie der Umstand, dass „in typischen Frauenbranchen (Gesundheit und Handel) die Arbeitslosigkeit deutlich stärker steigt“, erklärt AMS-Vorständin Petra Draxl die Entwicklung. (TT)
Kommentare