„Schon eine Kleinstpartei“: Kärntner SPÖ-Landeschef schlägt Alarm
Daniel Fellner will sich mit den aktuellen Umfragewerten seiner Partei auf Bundesebene nicht zufriedengeben. Er habe aber das Gefühl, dass in Wien nicht alle seine Sorge teilen.
Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) hat im Interview mit dem ORF-Kärnten den Druck auf die SPÖ-Bundespartei angesichts schlechter Umfragewerte erhöht. „Ich halte 15 Prozent schon für eine Kleinstpartei“, sagte er. Ihn stimme das „sehr, sehr traurig“. Allerdings habe er das Gefühl, dass die Sorge, die er empfinde, in der Bundespartei nicht in dem Maße geteilt werde.
Bei der Nationalratswahl im Herbst 2024 hatte die SPÖ 21,1 Prozent erreicht – schon dieser Wert markierte einen Negativrekord. In den Umfragen ging es seither aber noch weiter bergab. Im APA-Wahltrend, der einen Durchschnitt veröffentlichter Umfragen ausweist, hält die SPÖ bei 16 Prozent. In der bisher letzten Umfrage für die Krone waren es Mitte Juli aber nur mehr 15 Prozent.
Keine Festlegung für die nächste Spitzenkandidatur
Ob Vizekanzler Andreas Babler angesichts dieser Entwicklung noch der Richtige an der Spitze sei? Fellner antwortet ausweichend: „Er ist jetzt unser Parteivorsitzender, alles andere werden wir parteiintern klären.“ Was es jetzt bringen solle, die Nummer eins auszutauschen, wisse er nicht, sagte er. Die Problematik sei breiter und müsse angegangen werden.
Wer die SPÖ als Spitzenkandidat in die nächste Nationalratswahl führe, sei aber sicher noch offen. „Vielleicht ist es Andreas Babler, vielleicht ist es jemand anderer.“ Falls die Umfragen noch immer 15 Prozent für die SPÖ zeigten, wenn die Nationalratswahl vor der Tür steht, wäre das für ihn die „Deadline“.
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