WSG-Sensation in Wien: Beim Taferner-Comeback traf der US-Neuzugang
Wer hätte das gedacht? Dem 4:0-Sieg bei Austria Lustenau ließ die WSG Tirol bei den Veilchen aus Wien den nächsten Dreipunkter folgen. Beim Comeback von Heimkehrer Matthäus Taferner hieß es gestern 1:0 (0:0), US-Neuzugang Drew Murray verzückte die Tiroler mit seinem Goldtor.
Es dauerte bis zur 59. Minute, da kehrte Matthäus Taferner nach seinem neuen Vertrag zurück ins WSG-Spiel. Die Nummer 30 übernahm sofort Verantwortung, ließ gleich Spielfreude aufblitzen. Keine Rede davon, dass er zuvor vier Runden gefehlt hatte. Und seinem ersten Schuss in Minute 65 folgte nur eine Minute später der erste Torjubel mit seinen Kollegen:
Nikolai Baden Frederiksens Eckball fand den Kopf von Marco Boras, die Hereingabe des Deutschen landete nach einem Gestocher bei Drew Murray und der US-Amerikaner ließ sich nicht zwei Mal bitten. Eine Ansage, aber eigentlich nur die Fortsetzung eines von der WSG Tirol konsequent geführten Spiels. Denn die Wiener, zuletzt in der Europacup-Qualifikation gescheitert, waren dann doch eine andere Hausnummer wie Austria Lustenau. Die Vorarlberger hatten die Tiroler am Freitag mit 4:0 im eigenen Stadion geschlagen, der erste Saisonsieg.
Auch für Philipp Semlic war es am Mittwoch eine Premiere. Denn der 43-jährige Steirer hat bereits alle österreichischen Top-Mannschaften auf seiner Abschussliste, nur die Austria fehlte dem WSG-Trainer noch.
Die Austria, die nur in der ersten Halbzeit Feldüberlegenheit an den Tag legte, aber keine Gefahr (erster Torschuss in Minute 37), verharrt somit im Tabellenkeller. Nur in den vier Minuten Nachspielzeit waren Nerven aus Drahtseilen gefragt, dann brach kollektiver Jubel aus. Die WSG Tirol katapultiert sich mit dem zweiten Sieg über den ominösen Strich mitten in die Top 6.
Viel wichtiger: Das Gerüst von Philipp Semlic weist Stabilität auf, sein neues System erweist sich als vielversprechend.
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