„Wunderbar überdreht“

Elias Hirschl mit „Schleifen“ auf Shortlist für Deutschen Buchpreis

Elias Hirschl schaffte es mit seinem Roman „Schleifen“ in die Endausscheidung für den Deutschen Buchpreis. Die Auszeichnung wird am 5. Oktober in Frankfurt vergeben.
© Weixelbraun

Der Wiener Autor Elias Hirschl ist der einzige Österreicher auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2026. Sein Roman „Schleifen“ zählt zu den sechs Titeln, die von der Jury für die Endrunde ausgewählt wurden.

Der österreichische Autor Elias Hirschl steht auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2026. Der 1994 in Wien geborene Schriftsteller ist mit seinem im Paul-Zsolnay-Verlag erschienenen Roman „Schleifen“ der einzige Österreicher unter den sechs Finalisten, die am Dienstag bekannt gegeben wurden.

In ihrer Begründung lobte die Jury den Roman als „wunderbar überdrehten“ Text voller erzählerischer Tricks und intellektueller Spielereien. Wer sich auf den „irren Ritt“ durch Sprachwissenschaft, Mathematik, Philosophie, Soziologie und Medizin einlasse, werde sich dem Sog der Geschichte kaum entziehen können, heißt es weiter.

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Die Nominierten auf einen Blick

  • Shida Bazyar: „Die Lücken“ (Kiepenheuer & Witsch)
  • Franziska Gänsler: „Orca“ (Kein & Aber)
  • Valeria Gordeev: „Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle“ (S. Fischer)
  • Elias Hirschl: „Schleifen“ (Paul Zsolnay)
  • Peggy Mädler: „Selbstregulierung des Herzens“ (Galiani Berlin)
  • Dana Vowinckel: „Anton und Alma“ (Suhrkamp)

Hirschl ist nicht nur Autor, sondern auch Musiker, Slam-Poet sowie Verfasser von Theater- und Radiotexten. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Reinhard-Priessnitz-Preis (2020), der Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb (2022) sowie der Düsseldorfer Literaturpreis (2026). Bei Zsolnay erschienen zuletzt die Romane „Salonfähig“ (2021), „Content“ (2024) und nun „Schleifen“.

Bereits auf der Longlist war Hirschl der einzige österreichische Autor gewesen. Nicht in die Endrunde schaffte es hingegen Giuliano Musio mit seinem Roman „Aus anderem Holz“, der im Wiener Luftschacht Verlag erschienen ist.

Vergabe am 5. Oktober

Der Deutsche Buchpreis wird am 5. Oktober in Frankfurt am Main vergeben. Die Siegerin oder der Sieger erhält 25.000 Euro, die übrigen Nominierten der Shortlist jeweils 2500 Euro.

Im Vorjahr war der Deutsche Buchpreis an die Schweizer Autorin Dorothee Elmiger für ihren Roman „Die Holländerinnen“ gegangen. Die Longlist für den Österreichischen Buchpreis sowie die Nominierungen für den Debütpreis werden am Mittwoch veröffentlicht. (TT, APA)