Serienfinale ab Donnerstag

Nach fast zehn Jahren: So düster endet „Babylon Berlin“

Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) und Rudi Malzig (Johann Jürgens) tanzen im Moka Efti bis zur Erschöpfung.
© © Frédéric Batier/X Filme Creative Pool/SKY/ARD Degeto Film

2017 kam „Babylon Berlin“ als bis dato teuerste deutsche Serienproduktion ins Fernsehen – und wurde zum Überraschungserfolg. Nun endet die Geschichte von Gereon Rath und Charlotte Ritter.

Berlin – Als „Babylon Berlin“ 2017 erschien, war sie mit einem Budget von fast 40 Millionen Euro für die ersten beiden Staffeln das bis dahin teuerste deutsche Serienprojekt. Nach fast einem Jahrzehnt endet die Serie nun düster. Die finale Staffel kann man ab Donnerstag (10. September) in der ARD-Mediathek sehen und am 19. und 25. September im linearen TV.

Die Serie startete spektakulär und wurde international erfolgreich. Kriminalkommissar Gereon Rath navigiert sich darin durch das Berlin der späten 1920er- und frühen 1930er-Jahre. Die Geschichte beruht auf Romanen von Volker Kutscher und lässt den Mythos Berlin, die Zeit der Weimarer Republik mit Liebe zum Detail aufleben. Millionen Menschen schauten die Serie, die in mehr als 140 Länder verkauft wurde.

Besonders war, dass sich die Serie ungewöhnlich komplexe Handlungsstränge erlaubte und mit aufwendigen Bildern die politischen Entwicklungen bis zum Aufstieg der Nationalsozialisten erzählte. Bisher gibt es vier Staffeln, in denen die beiden Hauptfiguren Rath (Volker Bruch) und Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) Kriminalfälle lösen. Nun kommt die fünfte.

Neue Staffel beginnt mit Ernennung Hitlers zum Reichskanzler

Die neue Staffel beginnt mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler Anfang 1933 und erzählt vom Machtkampf, der zwischen seinen Gegnern und Unterstützern ausbricht. Die Ermittler stoßen dabei auf eine Reihe von Todesfällen. Bald deutet sich an, dass sie zusammenhängen könnten – und dass eine Krankengeschichte mit politischer Sprengkraft vertuscht werden soll.

Die acht neuen Folgen erzählen, wie die Nationalsozialisten das Land umbauen, wie immer mehr Menschen verschwinden und verhaftet werden. Wie gewaltig die Veränderungen sind, zeigt sich in vielen Nebengeschichten. An den Journalisten etwa, die versuchen, Hitler noch durch einen Zusammenschluss linker Parteien aufzuhalten. Oder am Polizeifotografen Reinhold Gräf (Christian Friedel), der eine ganz besondere Geschichte hat.

Die letzte Staffel beruht lose auf Kutschers Roman „Märzgefallene“, porträtiert erneut die kompliziert schöne Stadt Berlin und nimmt einen auch mit zum Kölner Karneval und ins Pariser Nachtleben. Sie mischt dabei historische Ereignisse mit jeder Menge Fiktion. Kommissar Rath etwa begibt sich mit anderen auf eine Mission, um Hitler doch noch zu stoppen.

Sky nicht mehr dabei

Anders als bei den bisherigen Staffeln ist der Streaminganbieter Sky nicht mehr dabei. Das Unternehmen hatte entschieden, nicht mehr in eigenproduzierte Fiction zu investieren. Dass die öffentlich-rechtliche ARD und der Bezahlsender das teure Projekt lange gemeinsam stemmten, war ein Novum. (APA, dpa)

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