Ab 2299 Euro

Neue Modelle vorgestellt: Apple bringt erstes auffaltbares iPhone heraus

Das iPhone Duo lässt sich zusammenklappen, das iPhone 18 pro gibt es jetzt auch in der Farbe Burgundy.
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Am Mittwoch stellte der neue Apple-Chef John Ternus die neuen Smartphone-Modelle vor. Auch die Apple Watch und die AirPods bekommen ihr alljährliches Update.

Apple steigt ins Geschäft mit auffaltbaren Smartphones ein. Das neue Telefon mit dem Namen iPhone Duo hat ungefähr die Abmessungen eines Reisepasses – jeweils auf- und zusammengeklappt mit Displays innen und außen. Mit einem Preis ab 2299 Euro ist es das bisher teuerste iPhone-Modell. Der erst seit wenigen Tagen amtierende neue Apple-Chef John Ternus geht mit dem iPhone Duo seine erste große Wette ein.

Konkurrenten hätten Falt-Telefone entwickelt, die sich wie „zwei aneinander geklebte Smartphones“ anfühlten, begründete Ternus die Entscheidung für das Format. Mit den von Apple gewählten Abmessungen könne man dagegen besser von der größeren Fläche des inneren Displays mit einer Diagonalen von 7,6 Zoll profitieren. Der äußere Bildschirm hat eine Diagonale von 5,4 Zoll und 90 Prozent der Fläche eines iPhone 18 Pro. Aufgeklappt sei es das bisher dünnste iPhone-Modell.

Apple-Chef John Ternus geht mit dem iPhone Duo seine erste große Wette ein.
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Neue iPhones und Watches

Am Mittwoch stellte der Apple-Chef auch das neue iPhone 18 Pro sowie das iPhone 18 Pro Max vor. Bei beiden Modellen wurden die Siri- und Kamera-Fähigkeiten verbessert. Innen steckt der neue A20-Pro-Prozessor. Und die neuen Smartphones sollen per Kabel schneller laden: Schon in 15 Minuten soll die Batterie wieder halb voll sein.

Die Kamera des iPhone 18 Pro soll unter anderem bessere Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen machen. Dafür soll unter anderem eine verstellbare Blende wie bei klassischen Fotoapparaten sorgen.

Erhältlich sein sollen die neuen iPhones ab 18. September in den Farben Burgunder, Polar, Silber und Schwarz zum Preis ab 1449 Euro. Neue AirPods sowie die neue Serie der Apple Watch und der Apple Watch Ultra wurden ebenfalls präsentiert.

Apple will Vorreiter übertreffen

Während Apples Falt-iPhone Jahre nach den Vorreitern auf den Markt kommt, will der Konzern auch damit punkten, dass er bisherige Probleme der Kategorie besser löst. Unter anderem soll die auffällige Falte in der Mitte des aufgeklappten Displays deutlich weniger zu sehen sein als bei Geräten der Konkurrenz. Die Kamera im inneren Bildschirm wurde unter der Display-Oberfläche versteckt.

Zugleich musste Apple einige Kompromisse eingehen. So ist der optische Zoom auf 2x beschränkt. Und statt der Gesichtserkennung FaceID wird es wie frühere Modelle per Fingerabdruck entsperrt.

Apple-Chef John Ternus ist erst seit wenigen Tagen im Amt. Er präsentierte die neuen Modelle.
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Vorstoß in die Nische

Faltbare Smartphones sind bisher nach wie vor eine Nischen-Kategorie - obwohl unter anderem Samsung, Huawei und Google mit seinen Pixel-Telefonen solche Geräte seit Jahren anbieten. Auf die Kategorie entfallen nach Berechnungen der Marktforschungsfirma IDC nur gut zwei Prozent des weltweiten Smartphone-Absatzes.

IDC prognostiziert, dass Apple trotz des späten Starts binnen zwölf Monaten die Führung in dem Marktsegment übernehmen wird. 2027 werde Apple bei faltbaren Smartphones 31 Prozent des Marktes nach Stückzahlen und 44 Prozent beim Umsatz halten, sagt IDC voraus.

Aktuell sei dies Huawei. Vom chinesischen Konzern kommt demnach etwa jedes zweite verkaufte Auffalt-Smartphone – obwohl Huawei wegen US-Sanktionen keine Google-Dienste oder mit amerikanischer Beteiligung entwickelte Chips in seinen Geräten verwenden kann und damit weitgehend aus westlichen Märkten herausgedrängt wurde.

Teure Geräteklasse

International war zuletzt vor allem Samsung die treibende Kraft bei faltbaren Telefonen. Der südkoreanische Konzern versuchte im Sommer, dem Apple-Einstieg mit einem Gerät in einem ähnlichen Format zuvorzukommen, dem Galaxy Z Fold8 zu einem Preis ab 1999 Euro in Europa. Zuvor setzte der jahrelang schärfste Apple-Rivale auf schmalere Modelle, die sich zu einem quadratischen Display auffalten. (dpa, TT.com)