„Medienstar“ Sisi: Hofburg zeigt Ausstellung zum Bild der Kaiserin in Theater und Film
Innsbruck – „Alles Sisi“ heißt es schon bald in der Innsbrucker Hofburg: Vorerst vom 24. September bis 11. Jänner kommenden Jahres wird dort eine Sonderausstellung mit dem Titel „Sisi als Medienstar – Kaiserin Elisabeth im Film und auf der Bühne“ zu sehen sein, wie die Burghauptmannschaft Österreich am Mittwoch mitteilte. Ein Schwerpunkt dabei: Die berühmte „Sissi“-Trilogie von Ernst Marischka aus den 1950er-Jahren mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm in den Hauptrollen.
Passend dazu werde die Ausstellung am 23. September eröffnet – dem 88. Geburtstag der bereits 1982 verstorbenen Romy Schneider. Die Ausstellung zeige Filmszenen, Kostüme und Möbel aus diesem Umfeld und thematisiere zugleich die stark romantisierende Darstellung von Elisabeth und der Monarchie, hieß es.
„Im Mittelpunkt steht nicht die historische Person Elisabeth allein, sondern vor allem das Bild, das Film- und Bühnenproduktionen von ihr geschaffen haben. Die Ausstellung zeigt, wie sich die Darstellung der Kaiserin im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Die Ausstellung erstreckt sich vom Barockkeller der Hofburg Innsbruck bis in die kaiserlichen Apartments“, konkretisierte Burghauptmann-Stellvertreter Markus Wimmer die Gesamtausrichtung der Sonderausstellung.
Die Ausstellung beschäftige sich mit der Frage, wie Elisabeth in den vergangenen rund 100 Jahren auf der Leinwand, im Fernsehen und auf der Bühne dargestellt wurde. Der zeitliche Bogen der Ausstellung reiche somit bis zu den frühen Verfilmungen der 1920er-Jahre. Gezeigt würden etwa Ausschnitte aus der Stummfilmbiografie „Kaiserin Elisabeth von Österreich“ aus den Jahren 1920/21 mit Carla Nelsen in der Hauptrolle sowie aus dem ersten Tonfilm „Elisabeth von Österreich“ von 1931 mit Lil Dagover.
Auch „Lissi und der Wilde Kaiser“ hält Einzug
Die Verantwortlichen setzen unterdessen nicht nur auf historische Filmproduktionen, sondern warten auch mit jüngeren „Sisi“– oder „Sissi“-Werken auf. Diese würden schließlich zeigen, wie unterschiedlich Kaiserin Elisabeth heute interpretiert und vermarktet werde.
Auch neuzeitlicher Humor dürfte dabei wohl nicht zu kurz kommen, denn: Auch der von Michael „Bully“ Herbig produzierte und im Jahr 2007 veröffentlichte Film „Lissi und der wilde Kaiser“ wird Eingang finden. Dieser wähle einen „bewusst humoristischen Zugang zur historischen Figur und spricht auch ein jüngeres Publikum an.“
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