Die vielen Facetten des Herbstes
Die Tage extremer Hitze sind gezählt. Heuer jedenfalls. Die nahende, goldene Jahreszeit hat neben angenehmen Temperaturen einiges zu bieten – von Kulinarik über Wandermöglichkeiten bis hin zu spannenden Events.
Für Hobby-Köche
Für Kastanienliebhaber und alle, die es werden wollen, hat sich Karin Hofinger in ihrem Buch „Alpine Vitalküche“ (Tyrolia Verlag) „Keschtn“ gewidmet.
Zutaten für Kastaniensuppe mit Grün für 2–4 Personen:
250 g vorgegarte Kastanien
1 mittlere Zwiebel
1 EL Butter oder Olivenöl
100 g rohe Kartoffeln
600 ml Gemüsebrühe
5 cm Lauchstange
¹/₈ L Süßrahm
Thymian
Salz
Extras zum Toppen:
feine Lauchfäden
Süßrahm
Thymian
Zubereitung: Vorgegarte Kastanien bereitstellen, mit der Gabel zerdrücken. Zwiebel fein hacken und in erhitzter Butter oder Öl unter gelegentlichem Rühren anschwitzen. Kartoffeln schälen und würfeln und mit Kastanien zum Zwiebelhack geben, mit heißer Brühe aufgießen, ein paar Minuten köcheln und pürieren. Ein 5 cm großes Stück einer Lauchstange fein schneiden, 2 EL davon fürs Topping zur Seite geben und den restlichen Lauch zwei Minuten in der Suppe mitgaren. Zum Verfeinern die Hälfte des Süßrahms einrühren und mit Thymian und Salz abschmecken. Suppe in gewärmte Teller füllen und mit Süßrahm, Lauchstreifen und Thymian garnieren.
Für junge Forscher
Das Rauschen des Meeres, die ersten Worte des Babys: Die Welt ist voller wunderbarer Klänge. Um dieser Faszination näherzukommen, lädt das Innsbrucker Audioversum zu verschiedenen Ausstellungen.
Multimediale Installationen regen dabei zum Mitmachen an. Die MED-EL World veranschaulicht etwa mit spannenden High-Tech Installationen, Videos und Zeitdokumenten die Meilensteine der medizintechnischen Entwicklung.
Für Geniesser
Von einem multimedialen Highlight voller Qualität und Tradition kann man auch in Galtür sprechen. Indirekt jedenfalls, denn bei der Internationalen Almkäseolympiade am 26. September ab 11 Uhr kann man die gelblichen Kunstwerke riechen, anfassen und vor allem kosten.
Gut 100 Almwirtschaften treten an, um die besten Alp- und Bergkäse, Tilsiter, Emmentaler, Graukäse sowie viele mehr zu küren. Wohl bekommt‘s!
Für Hobby-Gärtner
Dem einen Freud, des anderen Leid: Gartenbesitzer dürften nicht allzu erfreut über das alljährliche Laubaufkommen sein: Steht es doch für Harken, Kehren, Einsammeln, Rächen – und alles wieder von vorne.
Flora und Fauna hingegen freuen sich über die bunten Blätterhaufen. Das Laub isoliert nämlich, sodass es in den kalten Wintermonaten zum angenehmen Unterschlupf für Igel und Insekten wird.
Drapiert man Laub zehn Zentimeter hoch rund um fragile Blumen, wie z. B. Rosen, dient es als Frostschutz. Auf Eichen- und Walnusslaub sollte man dabei allerdings verzichten, da die Blätter vor Gerbsäure strotzen. Darum verrotten sie langsam und können das Wachstum der Rosen hemmen oder gar zu Fäulnis führen.
Krankes Laub wiederum, das etwa von Mehltau befallen ist, kann die Krankheit übertragen und sollte darum aus dem Garten entfernt werden.
Für Sportler
Der Herbst ist eine der schönsten Zeiten zum Wandern und Flanieren. Die Luft ist klar, die Temperaturen angenehm und die Wälder leuchten in satten Farben.
Wie wäre es etwa mit dem Osttiroler Iseltrail? Mit einer Gesamtlänge von 74 Kilometern und 2120 Höhenmetern gliedert er sich in zahlreiche Teilstücke.
Zu den Highlights zählen unter anderem die unteren Isel-Strände zwischen Lienz und Huben oder der Katarakt, eine beeindruckende Schlucht unterhalb von Virgen.
Was die schönsten Herbst-Touren angeht, hat auch das Stubaital viel zu bieten. So lädt der Grawa Wasserfall zu einer kleinen Wanderung ein.
Der Weg zieht sich gemütlich, von unzählige Steinmandln flankiert, leicht abfallend an der Ruetz bergab. Wer weiter will, kann zum Beispiel bis zur Tschangelair Alm flanieren.