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Grippe-Impfung leicht gemacht – im „fahrenden Impfzentrum“

Das ÖGGK Health Mobil ist ein „Gesundheitszentrum auf Rädern“, das Vorsorgemedizin direkt zu den Menschen bringt. Im Rahmen der Aktion „Aktiv gegen Grippe“ wird auch in Schwaz, Kufstein und Kitzbühel einen Tour-Stopp eingelegt.

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ÖGGK HEALTH MOBIL ist ab Ende September in den Bezirken Schwaz, Kufstein und Kitzbühel unterwegs.

Fast 6.300 Menschen sind im letzten Winter so schwer an der „echten Grippe“ erkrankt, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Fast 1.800 davon waren unter 14 Jahren alt. Auch Tirol blieb davon nicht verschont: Hier mussten 2025/26 immerhin 547 Menschen mit der „echten Grippe“ im Krankenhaus aufgenommen werden, davon waren 99 Kinder.

Grippe nicht unterschätzen

Für gesunde Menschen und vor allem Jugendliche ist eine Erkältung mit Schnupfen oder Halsschmerzen in der Regel leicht zu verkraften. Die echte Grippe kann aber selbst für diese Personengruppe schwer oder sogar lebensbedrohlich verlaufen. Sie beginnt meist mit einem plötzlich einsetzenden, starken Krankheitsgefühl, hohem Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen, starken Kopf- und Halsschmerzen sowie Husten. Auch Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen kommen vor. Dazu können Komplikationen wie Lungenentzündung, Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder bakterielle Sekundärinfektionen kommen.

Influenza-Impfung empfohlen

Erst recht gefährlich ist die Influenza für die sogenannten vulnerablen Personengruppen – also ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem. Aber auch Kinder und Jugendliche haben große Bedeutung, da sie eine gewichtige Rolle bei der Übertragung und Verbreitung von Influenzaviren spielen. Das Nationale Impfgremium empfiehlt daher die Influenza-Impfung für alle ab dem Alter von 6 Monaten.

„Leider liegt die Durchimpfungsrate in Österreich bei knapp 13 Prozent – und somit weit unter dem von WHO angepeilten Zielwert von 75 Prozent“, zeigt Mag. Erika Sander, Generalsekretärin der Österreichischen Gesellschaft vom Goldenen Kreuze (ÖGGK), auf. „International gesehen zählen wir zu den Ländern mit besonders niedriger Impfquote.“

Impf-Bus besucht Schulen

Der Impf-Bus besucht fast 100 Schulen.
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Daher ist das ÖGGK HEALTH MOBIL im Herbst in den Bezirken Schwaz, Kufstein und Kitzbühel „on Tour“, um so für die bevorstehende Influenza-Saison einen wirkungsvollen Schutz einfach zugänglich zu machen und das Schulimpfprojekt des Landes Tirol zu unterstützen.

Das „fahrende Impfzentrum“ besucht dazu fast 100 Schulen in den drei Bezirken und bietet den Kindern und Jugendlichen so eine unkomplizierte Möglichkeit, sich immunisieren zu lassen. Die Koordination erfolgt direkt mit den Direktor:innen.

Kooperation mit dem Land Tirol

„Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt im letzten Jahr im Bezirk Schwaz wird das Tiroler Schulimpfprojekt gegen Influenza heuer auf mehrere Bezirke ausgeweitet“, freut sich Dr. Barbara Schmid, Amtsärztin des Landes Tirol. „In den Bezirken Schwaz, Kufstein und Kitzbühel erfolgt die Umsetzung mit dem ÖGGK HEALTH MOBIL im Rahmen der Kampagne ‚Aktiv gegen Grippe‘, während die Impfungen in weiteren Bezirken im Rahmen der bestehenden Schulimpfungsorganisation durchgeführt werden. Beides soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die echte Grippe zu schärfen und die Impfquote in Tirol zu steigern. Deshalb unterstütze ich diese Initiative sehr. Denn je einfacher das Impfen gemacht wird, umso besser wird diese wichtige Vorsorgemaßnahme angenommen – im Interesse der Kinder und Jugendlichen, aber auch zum Schutz von vulnerablen Personen wie älteren oder kranken Menschen im familiären Umfeld.“

Vereinfacht gesagt: Jedes geimpfte Kind schützt auch seine Großeltern oder ein krankes Familienmitglied. „Das kann bei der nächsten Grippewelle von großem Wert sein“, so Barbara Schmid.

Alle Tour-Stops unter www.oeggk.at/aktiv-gegen-grippe