Bereits zum 26. Mal

Lange Nacht der Museen am 3. Oktober: Sechs Stunden Kultur mit nur einem Ticket

Am kommenden Samstag findet bereits zum 26. Mal österreichweit die „Lange Nacht der Museen“ statt. Zu besuchen zwischen 18 und 24 Uhr mit nur einem Ticket.
© wildbild

Die „Lange Nacht der Museen“ ist ein Fixpunkt im herbstlichen Kulturkalender. Österreichweit sind am 3. Oktober 670 Kulturorte mit dabei, 51 in Tirol.

Innsbruck – Für passionierte Nachtschwärmer endet eine „lange Nacht“ zwar erst im Morgengrauen, wenn Kulturorte einmal jährlich bis Mitternacht offen sind, dann kann es sich nur um die vom ORF initiierte „Lange Nacht der Museen“ handeln. Am kommenden Samstag ist es wieder so weit: Bei der 26. Ausgabe der „Langen Nacht“ öffnen mehr als 670 Museen und Galerien quer durch Österreich zwischen 18 und 24 Uhr ihre Tore, 51 davon – vier weniger als im vergangenen Jahr – in ganz Tirol.

Per Rutsche geht es in den Stollen der Saline Hall.
© Bergbaumuseum Hall

Wobei sich 29 der an der „Langen Nacht der Museen“ teilnehmenden Kulturorte für diese spezielle Nacht etwas ganz Besonderes für junge Besucher ausgedacht haben. In der Innsbrucker Kunst- und Architekturwerkstatt „bilding“ etwa wird mit Licht „gemalt“. Pro absolviertem Kinderprogramm gibt es einen Stempel in einen Kinderpass. Ab drei wird man beim „Treffpunkt Museum“ mit einer kleinen Überraschung belohnt.

Ein Ticket für viele Orte

Ein einziges Ticket zum Preis von 19 Euro (ermäßigt 16 Euro) gilt als Eintrittskarte für alle beteiligten Museen und Kulturinstitutionen bzw. als Fahrschein für die Shuttlebusse zu den Orten im Großraum Innsbruck. Das regionale Ticket (7 Euro) gilt als Eintrittskarte für die regionalen, von den Shuttlebussen nicht angefahrenen Kulturorte.

Eintauchen in die Welt der Antike im Archäologischen Museum der Innsbrucker Universität.
© Archäologisches Museum Innsbruck

Der „Treffpunkt Museum“ ist auch heuer wieder beim Innsbrucker Haus der Musik. Hier starten auch die Fußrouten zu den elf Stationen im Stadtgebiet bzw. die Shuttlebusse.

Die Linie SH1 fährt 17 Stationen in Innsbruck bzw. Hall, Wattens und Jenbach an, die Linie SH2 sieben im Innsbrucker Stadtgebiet sowie das Tirol Panorama mit Kaiserjägermuseum am Bergisel. Am Unteren Stadtplatz in Hall ist ein Umstieg auf die Busroute SH3 möglich, die zum Matschgerer Museum und Gemeindemuseum Absam bzw. dem Haller Atelier für Druckgrafik führt. Die Shuttles verkehren hin und retour im 10- bzw. 20-Minuten-Takt.

Spiegel der Kulturlandschaft

Highlights aus dem breiten Angebot der heurigen „Langen Nacht der Museen“ herauszupicken, ist schwierig. Bildet das Präsentierte doch die Tiroler Kulturlandschaft in ihrer ganzen Vielgesichtigkeit ab, mit dem Fokus auf die Vergangenheit genauso wie auf Zukünftiges.

Kunst von gestern und heute

Wer museale „Klassiker“ wie die Innsbrucker Hofburg, die Hofkirche, Schloss Ambras, das Stadt- oder Volkskunstmuseum schon bei vergangenen „langen Nächten“ besucht hat, könnte diesmal vielleicht den Kunstpavillon oder die Neue Galerie der Künstler*innen Vereinigung Tirol ansteuern, die anlässlich ihres 80. Geburtstags spannend über ihr Selbstverständnis nachdenkt.

Sämtliche Facetten der Imster Fasnacht werden im Fasnachtshaus Imst multimedial aufbereitet.
© Fastnachtshaus Imst

Wer dagegen mehr Lust darauf hat, in die klassische Antike abzutauchen, ist im Archäologischen Museum Innsbruck am richtigen Platz. Im Zeughaus heißt es wiederum „Es lebe der Sport?“. In der diese Woche startenden Ausstellung „Icons“ des Fotografen Rainer Hosch im BTV Stadtforum begegnet man den Porträts zahlreicher Promis.

Das Haller Klocker Museum widmet derzeit Andrea Lüth, der heurigen Preisträgerin der Klocker Stiftung, eine Personale.
© Andrea Lüth

Im Haller Bergbaumuseum geht es um die Entdeckung des „weißen Goldes“, das nahe Klocker Museum konfrontiert mit der jungen Tiroler Künstlerin Andrea Lüth. Immer für Staunen gut sind die Swarovski Kristallwelten in Wattens. Der Umgang mit Tippfehlern gestern und heute wird im Schreibmaschinenmuseum Wattens thematisiert. Die letzte Möglichkeit, das „Kaleidoskop“ von Robert Freund zu sehen, gibt es im Museum von St. Johann. Um den Mythos des Biers dreht sich dagegen alles im Brauereischloss Starkenberger in Tarrenz.

Lange Nacht der Museen am 3. Oktober

Treffpunkt Museum: Sammelplatz für alle BesucherInnen ist beim Innsbrucker Haus der Musik. Informationsbroschüren und Tickets für die „Lange Nacht“ sind dort am Freitag (2.10.) von 15 bis 20 Uhr sowie am Samstag (3.10.) ab 9 Uhr erhältlich.

Tickets: Das reguläre Ticket kostet 19 Euro (ermäßigt 16 Euro), das regionale Ticket 7 Euro. Für Kinder bis zwölf ist der Eintritt frei. Tickets gibt es auch im Vorverkauf unter backstage.ORF.at sowie bei allen teilnehmenden Kulturorten.

Routen: Der Treffpunkt Museum ist der zentrale Ausgangspunkt für die Fußroute in Innsbruck bzw. die Busrouten SH1 und SH2. Der Untere Stadtplatz Hall ist Umstiegsort für die Busroute SH3. Die Busse fahren im 10- bzw. 20-Minutentakt.

Info: langenacht.ORF.at