Duell mit Ex-ÖFB-Teamchef

Tiroler Zawieschitzky könnte Debüt feiern: Hält Österreichs Heimserie gegen den Kosovo?

Xaver Schlager dürfte heute gegen den Kosovo die Kapitänsbinde der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft tragen.
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Im Premierenduell mit Kosovo und Ex-Teamchef Franco Foda könnte heute (18 Uhr) der Tiroler Torhüter Christian Zawieschitzky im ÖFB-Team debütieren.

Michael Gregoritsch könnte den Wettlauf mit der Zeit verlieren. Zuletzt beim 3:1-Heimsieg über Israel erstmals Kapitän der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft, fehlte der angeschlagene Stürmer gestern im Abschlusstraining. Und ist damit für das heutige Nations-League-Heimspiel gegen Kosovo (18 Uhr, live ORF 1) äußerst fraglich. Weil ein Startelfeinsatz als äußerst unwahrscheinlich gilt, dürfte – wie in der zweiten Halbzeit gegen Israel – erneut Xaver Schlager die Kapitänsbinde tragen.

Dem Nottingham-Kapitän und seinen Kollegen steht eine weitere Bewährungsprobe bevor. Mit dem Kosovo wartet im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion in Wien der möglicherweise härteste Konkurrent um den Gruppensieg in der Liga B der Nations League. Und es wird eine Premiere: Österreich trifft erstmals auf die seit 2008 unabhängige Republik.

Dazu wird es das erste Duell zwischen Ralf Rangnick und seinem Vorgänger als ÖFB-Teamchef. Franco Foda betreut den Kosovo seit Anfang 2024 und hat mit dem Balkanland zuletzt einige Erfolge eingefahren.

„Für mich ist es ein Spiel wie jedes andere“, betonte Rangnick. Zwar hätten viele ÖFB-Kicker noch unter Foda gespielt. „Aber für uns ist es ein normales Spiel.“ Er gehe davon aus, dass die Partie gegen Kosovo „noch mal schwieriger“ werde als jene gegen Israel.

Debüt für Zawieschitzky?

Die Kosovaren gewannen ihren Nations-League-Auftakt daheim gegen Irland 1:0. „Wir stellen uns schon auf einen Gegner ein, der uns viel abverlangen wird“, sagt Rangnick. In der Defensive setzt Foda auf eine Dreier- bzw. Fünferkette, Fenerbahce-Torjäger Vedat Muriqi agiert als Stoßstürmer.

Der Tiroler Goalie Christian Zawieschitzky könnte heute erstmals für das österreichische Nationalteam auflaufen.
© APA/Eisenbauer

Die Österreicher wollen ihre Rekordserie von 15 ungeschlagenen Heimspielen dennoch ausbauen. Die bisher letzte Niederlage im eigenen Land kassierte die ÖFB-Auswahl vor fast drei Jahren – am 13. Oktober 2023 in der EM-Qualifikation in Wien gegen Belgien (2:3). „Wir haben uns zu einer heimstarken Mannschaft entwickelt. Das hat mit der Art, wie wir spielen, zu tun, aber auch mit der Unterstützung des Publikums“, meinte Rangnick, der heute einen Torhüter-Tausch vornehmen wird.

Und da gibt es einen spannenden Tirol-Bezug, denn anstelle von Alexander Schlager wird entweder Lukas Jungwirth oder der Kundler Christian Zawieschitzky debütieren. Für den 19-jährigen Tiroler wäre es der Lohn eines steilen Aufstiegs bei Salzburg – bei den Mozartstädtern ist Zawieschitzky seit dieser Saison die Nummer eins.

Im Sturm wäre Sasa Kalajdzic der logische Gregoritsch-Ersatz. „Er ist natürlich ein wichtiger Spieler für uns. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass er eine gewisse Verletzungshistorie hat mit drei Kreuzbandrissen“, sagte Rangnick über den LASK-Angreifer. „Es steht über allem, dass wir schauen müssen, dass er absolut gesund bleibt.“

Man wolle wie gegen Israel möglichst wenige Torchancen zulassen, erklärte Rangnick. „Wenn wir das wieder hinkriegen, wäre das ein großer Schritt in Richtung der drei Punkte.“ Gelinge dies, sei die Ausgangsposition für die nächste Woche folgenden Auswärtspartien in Irland (Donnerstag/20.45 Uhr MESZ) und im Kosovo (Sonntag, 18 Uhr/jeweils live ORF 1) „eine richtig gute“. (dale, APA)