Fall wird neu aufgerollt

Sieben Studenten sollen junge Frau an US-Eliteuni stundenlang vergewaltigt haben

Der Vorfall an einer US-Eliteuniversität sorgt für Entsetzen.
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Knapp zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell werden die Ermittlungen wieder aufgenommen. Auslöser ist eine Zivilklage einer ehemaligen Studentin, die sieben Mitglieder einer Studentenverbindung beschuldigt.

Ein mutmaßlicher Vergewaltigungsfall an der US-amerikanischen Eliteuniversität Cornell sorgt derzeit über die Grenzen der USA hinaus für Aufsehen. Die Staatsanwaltschaft im Tompkins County hat angekündigt, die Ermittlungen zu einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung aus dem Jahr 2024 wieder aufzunehmen. Damals waren keine strafrechtlichen Anklagen erhoben worden.

Im Zentrum des Falls steht eine ehemalige Studentin, die in einer Mitte September eingebrachten Zivilklage schwere Vorwürfe gegen sieben Mitglieder der Studentenverbindung Chi Phi erhebt. Sie gibt an, am 19. Oktober 2024 in einem Verbindungshaus der Universität zum Drogenkonsum gedrängt und anschließend über mehrere Stunden hinweg sexuell missbraucht worden zu sein. Laut Klage sei die damals 20-Jährige aufgrund ihres Zustands nicht in der Lage gewesen, wirksam einzuwilligen.

In Chatgruppe zum Sex angeboten

Für Entsetzen sorgen auch Vorwürfe rund um Nachrichten in einer Chatgruppe der Studentenverbindung. Laut der Zivilklage soll während der Nacht eine Nachricht in einer Snapchat-Gruppe verschickt worden sein, in der die Frau in vulgärer Weise anderen Mitgliedern als für Sex verfügbar dargestellt worden sei. Screenshots dieser Kommunikation wurden in die Klage aufgenommen.

Laut dem Anwalt der Frau wurde trotz einer Anzeige nicht ermittelt. Zwei Mitglieder der Verbindung wurden demnach von der Uni verwiesen. Die anderen hätten etwa Aufsätze schreiben müssen. Laut Staatsanwaltschaft habe die damalige Aussage der Studentin die nun erhobenen Vorwürfe einer unfreiwilligen Drogengabe oder einer Gruppenvergewaltigung nicht enthalten.

Schwere Vorwürfe gegen Universität

Der Fall erhielt in den vergangenen Wochen neue Aufmerksamkeit, nachdem Details aus der Zivilklage öffentlich geworden waren. Die Klägerin wirft der Universität und weiteren Beklagten vor, sie nicht ausreichend geschützt und den Fall unzureichend aufgearbeitet zu haben.

Aktuell bereitet die Staatsanwaltschaft den Fall für eine Präsentation vor einer Grand Jury vor. Dieses Geschworenengremium soll prüfen, ob genügend Beweise für eine Anklage vorliegen. Nach Angaben der Ermittler sollen dabei sowohl die Aussagen der Klägerin als auch mögliche neue Beweise berücksichtigt werden. Ob es tatsächlich zu Anklagen kommt, ist derzeit noch offen. (TT.com)