Silberhoamat Marienheim: Sanierung des Schwazer Seniorenheims abgeschlossen
Nach knapp zehnmonatiger Sanierung feierte die Silberhoamat Marienheim ihre offizielle Einweihung. Die Stadtgemeinde Schwaz investierte 3,7 Millionen Euro in das Projekt. Das Heim bietet nun barrierefreie Wohnbereiche und mehr Sicherheit für Bewohner sowie Personal.
Schwaz - Bewohner, Mitarbeiter und zahlreiche Gäste nahmen am 2. Oktober an der Einweihung teil. Die Stadtmusik Schwaz umrahmte den Festakt musikalisch. Dekan Martin Müller segnete die Räumlichkeiten. Das Haus in der Archengasse ist nun bereit für die Zukunft.
Die Stadtgemeinde Schwaz trägt das Projekt. Landtags-Vizepräsident Dominik Mainusch dankte der Stadtgemeinde und dem Altenheimverband Schwaz. Er sah die Investition als starkes Signal: „Es ist ein starkes Signal, in herausfordernden Zeiten, (…) trotzdem in den Ausbau dieser wichtigen Einrichtungen zu investieren und diese somit für die nächsten Jahrzehnte fit zu machen.“ Mainusch dankte allen Beteiligten für den komplikationslosen Verlauf.
Kostenrahmen eingehalten
Die Sanierungskosten von 3,7 Millionen Euro blieben im vorgegebenen Rahmen. Kernstück bilden zwei neue Wohnbereiche nach dem Hausgemeinschaftsmodell. Jeder bietet Platz für 17 Bewohner. Ein dreistöckiger WC-Turm und ein Notstiegenhaus ergänzen den Zubau. Zahlreiche bestehende Räume wurden barrierefrei adaptiert. Auch die Elektrotechnik ist modernisiert. Rund 1.200 Meter Wasserleitungen wurden erneuert. Dazu kamen über 16.000 Meter Elektro- und Steuerleitungen.
Silberhoamat-Heimleiter Andreas Mair sieht die Sanierung als Investition in die Menschlichkeit. Er sagte: „Das Hausgemeinschaftsmodell setzen wir bereits in unseren Silberhoamat-Häusern Knappenanger und Weidachhof um. Dass wir das Marienheim nun auch in diese Reihe mitaufnehmen können und auch hier dieses zwischenmenschlich wertvolle Konzept leben können, bedeutet der ganzen Silberhoamat-Gemeinschaft viel.“ Der Umbau war eine Herausforderung. Mair dankte allen Beteiligten, Bewohnern, Mitarbeitern und Angehörigen.
Große zentrale Räume
Bürgermeisterin Victoria Weber bezeichnete den Umbau als Herzensangelegenheit. Er ist zudem eine sinnvolle Investition. Sie betonte die Verantwortung der Stadt: „Gute Pflege braucht passende Räume. Als Stadt tragen wir Verantwortung dafür, dass ältere Menschen in Schwaz gut versorgt sind und in einem Umfeld leben können, das ihnen Selbstständigkeit und Gemeinschaft ermöglicht. Mit dem Marienheim haben wir dafür eine solide Grundlage für die nächsten Jahrzehnte geschaffen.“
Das Hausgemeinschaftsmodell verschmilzt Alltag und Betreuung. Zentrale, große Räume erlauben ein Zusammenkommen. Alltagsbetreuer kochen täglich frisch im Wohnbereich. Bewohner können sich an kleinen Arbeiten im Haus beteiligen.
Kunstwerke von Bewohnern
Ein Highlight steht bereits an. Eine Vernissage findet am 09. Oktober um 18:00 Uhr statt. Gezeigt werden Kunstwerke von aktuellen und ehemaligen Bewohnern. Die Ausstellung ist vom 10. bis 14. Oktober zugänglich. Sie öffnet jeweils von 14:00 bis 17:00 Uhr für Besucher.
Nach dem Festakt erkundeten dutzende Interessierte das Marienheim. Sie nutzten den Tag der offenen Tür. Pflegedienstleiter Simon Eberharter führte persönlich durch die Räumlichkeiten.
Kommentare