Wien: 22 Flüchtlinge in Reisebus unter Bodenplatte entdeckt

Ein besonders dramatischer Fall von Schlepperei ist in der Nacht auf Montag, von der Wiener Polizei aufgedeckt worden. In einem griechischen...

Ein besonders dramatischer Fall von Schlepperei ist in der Nacht auf Montag, von der Wiener Polizei aufgedeckt worden. In einem griechischen Reisebus wurden insgesamt 30 Flüchtlinge aus Afghanistan entdeckt - 22 davon, darunter auch einige Kinder, in Hohlräumen unter der Bodenplatte versteckt. Busfahrer und Beifahrer wurden bereits einvernommen, schweigen aber beharrlich, so Polizeisprecher Roman Hahslinger.

Der griechische Reisebus ist um 2.20 Uhr im Zuge einer Schwerpunktkontrolle in Wien-Simmering angehalten worden und kontrolliert. Dabei gaben sich laut Polizei rasch sieben Personen als afghanische Staatsbürger zu erkennen, eine achte Person befand sich im Schlafraum des Fahrers.

Wärmebildkameras im Einsatz

Anschließend stießen die Beamten auf einen Hohlraum in der Mitte des Busses, in dem sich zwei weitere Afghanen versteckt hielten. Mittlerweile waren Wärmebildkameras zum Einsatz gekommen, und wenig später wurden unter einer vom Fahrerhaus wegklappbaren, pneumatischen Bodenplatte noch einmal 20 Afghanen aufgefunden.

Laut Roman Hahslinger waren auch einige Kinder darunter, die Flüchtlinge sind im Alter von zehn bis 60 Jahren. Jene 26 griechischen Passagiere sowie Fahrer und Beifahrer wurden wegen Verdachts der Schlepperei vorläufig festgenommen. Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Kommentieren


Schlagworte