Kärnter LH Dörfler ebenfalls für Schuluniformen

Schuluniformen sollen den „Markenzwang“ beenden und das „Wir-Gefühl“ stärken. Die SPÖ erteilt dem Vorschlag eine Abfuhr.

Wien – Nach der Jungen FPÖ im Burgenland haben sich am Mittwoch auch Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) und der Jugendsprecher der Wiener FPÖ, Dominik Nepp, für die Einführung von Schuluniformen ausgesprochen. Einheitliche Kleidung stärke ein „Wir-Gefühl“ der Schüler und würde außerdem den „Markenzwang beenden und damit auch viele Eltern finanziell entlasten“, so Dörfler in einer Aussendung.

Aus dem Unterrichtsministerium hieß es unterdessen, es gebe in der Bildungspolitik derzeit wichtigere Sorgen. Außerdem trete man „für Vielfalt“ ein, was Schuluniformen ausschließe.

„Das Sozialprestige der Kinder soll von ihrem Wesen und ihrem Umgang mit anderen bestimmt werden und nicht von den Brieftaschen der Eltern“, betonte hingegen Nepp, der auch Deutschpflicht in der Pause fordert.

Ablehnung äußerten nach den Jugendorganisation von SPÖ und Grünen auch die SPÖ Kärnten und die SP-nahe Aktion Kritischer Schüler (AKS). Kärntens SP-Chef Peter Kaiser sprach in einer Aussendung von einer „der sommerlichen Hitze entspringenden Debatte“. „Junge Menschen in Uniformen zu stecken ist eine Idee, die aus dem vorigen Jahrhundert entstammt und sozialen Unterschieden nicht entgegenwirkt“, hieß es von der AKS-Vorsitzenden Eleonora Kleibel. (APA)

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