Ermittler befragten Berlusconis Sekretärin wegen Erpressungsaffäre

Die neapolitanischen Staatsanwälte, die in einem ausgedehnten Erpressungsskandal rund um Italiens Premier Silvio Berlusconi ermitteln, haben am Freitag die Sekretärin des Regierungschefs befragt.

Rom – Aus abgehörten Telefongesprächen geht hervor, dass die Sekretärin in Berlusconis Namen Kontakte zum Unternehmer Giampaolo Tarantini pflegte, der den Regierungschef erpresst haben soll. Außerdem soll ein skandalumwitterter Freund von Tarantini beträchtliche Summen an Schwarzgeld von der Sekretärin Berlusconis erhalten haben.

Tarantini wird beschuldigt, Berlusconi für Falschaussagen über Callgirls erpresst zu haben, die in den Residenzen des Premiers in Rom und auf Sardinien ein- und ausgingen. Am Freitag wurden auch die Rechtsanwälte Tarantinis vernommen, der am Donnerstag mit seiner Frau Angela festgenommen wurde und seitdem in Neapel in Untersuchungshaft sitzt. Tarantini soll von Berlusconi eine halbe Million Euro erhalten haben, vermuten die Ermittler. (APA)

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Kommentieren


Schlagworte