FPÖ will neues Hartwährungs-Kerneuropa
Die FPÖ spricht sich dafür aus, ein neues Kerneuropa mit einer eigenen Währung zu gründen. Mögliche Mitgliedsländer wären neben Österreich Deutschland, Frankreich, Belgien und die Niederlande, sagte Parteichef Strache am Montag in Wien. Der Weg dorthin wäre wohl der Austritt dieser Länder aus der Eurozone, die anderen Euro-Staaten könnten mit einem „weichen“ Euro zurückbleiben.
Diese Länder seien „in einer volkswirtschaftlichen Beurteilung zu den Starken zu zählen“, so Strache auf eine Frage nach den Eintrittskriterien. Eine gemeinsame Währung für diesen Kreis sei wichtig, denn „es wäre naiv zu glauben, dass ein Land alleine stark genug ist, um herauszubrechen“. Eine rasche Lösung sei dies nicht, aber „jetzt geht es darum, über Alternativen nachzudenken und einen Umdenkprozess einzuleiten“.
Der FPÖ-Europaabgeordnete Mölzer ergänzte, die Stabilität von Frankreichs wirtschaftlicher Lage sei zwar nicht unumstritten, aber ohne deutsch-französische Achse würde das neue Kerneuropa wohl nicht funktionieren.
Als Gedankenanregung verweist Mölzer auch darauf, dass der Alpenraum mit Deutschland, Schweiz, Österreich und Norditalien die viertgrößte Wirtschaftskraft wäre. Auch über einen Zusammenschluss in dieser Region müsse man nachdenken dürfen. Der Zerfall der Eurozone würde Europa auch nicht in den Abgrund stürzen, sind sich Strache und Mölzer sicher.
Aus Sicht der beiden FPÖ-Politiker ist Griechenland bereits pleite, man sollte dies auch in der Realität akzeptieren und das Land in die Insolvenz schicken. Banken sollen dabei auf die Hälfte ihrer Forderungen verzichten, Institute die dabei kippen, sollten verstaatlicht werden, schlägt Strache vor: „Dann gehören die Banken wenigstens dem Steuerzahler“.
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