Gesellschaft

Zusammenstöße zwischen Tunesiern und Polizei auf Lampedusa

Am Dienstag hatten Flüchtlinge das Auffanlager in Brand gesteckt. Am Mittwoch protestierten Hunderte gegen ihre Abschiebung.

Lampedusa – Nach der Migrantenrevolte und dem Brand im Auffanglager Lampedusas bleibt die Lage auf der Mittelmeerinsel am Mittwoch durchaus gespannt. Hunderte tunesische Migranten protestierten unweit des Hafens gegen die Abschiebung und lieferten sich Zusammenstöße mit der Polizei. Eine Gruppe von Migranten stahl aus einem Restaurant einige Gasflaschen und drohte, sich in die Luft zu sprengen, wie italienische Medien am Mittwoch berichteten. Daraufhin griff die Polizei ein, und es kam zu Auseinandersetzungen, bei denen mehrere Migranten verletzt wurden.

Einige aufgebrachte Einwohner der Insel bewarfen Migranten mit Steinen. Auch ein TV-Team der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt RAI wurde von Bewohnern der Insel angegriffen. Weitere Zusammenstöße erfolgten unweit des abgebrannten Auffanglagers, in dem sich immer noch rund 100 Migranten befinden. (APA)